Ginge es nach Leserzahlen, würden die etablierten Mainstream-Medien deutlich weniger Geld bekommen. Davor fürchten sie sich.

Bild: Nicholas Boos / flickr (CC BY-ND 2.0)
„Tag der Pressefreiheit“: Standard und Kurier sind Schande für Pressefreiheit

Ausgerechnet am Welttag der Pressefreiheit, dem 3. Mai, verbreiteten Der Standard und der Kurier hochpeinliche Falschmeldungen. Dass unzensuriert diese Unwahrheiten aufdeckt, werden die Redaktionen der beiden Zeitungen bestimmt wieder als Angriff auf die Pressefreiheit werten. Aber zum Glück gibt es ja nicht nur die veröffentlichte, sondern auch die öffentliche Meinung.

Leider keine Millionen für „unzensuriert“

Also machen Sie sich selbst ein Bild von zwei Beispielen, die den Mitarbeitern von Standard und Kurier das Feiern des Welttages der Pressefreiheit vermiesen müssten. Der Standard schrieb unter dem Titel „Die freien Medien sind unter Beschuss – auch in Österreich“:

Öffentliche Werbebudgets für kritische Medien werden gekürzt und weit nach rechts zu Medien wie unzensuriert.at und Wochenblick verschoben.

Leider bekommt unzensuriert keine Millionen von öffentlichen Geldern, so wie der Mainstream. Eine Verschiebung auf Basis der Leserzahlen wäre allerdings ein echter Beitrag für die Pressefreiheit und Meinungsvielfalt.

Simulierter Stromausfall

Der Kurier schrieb über eine „hochkarätige Katastrophenübung“ von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ), in der die Regierungsspitze in Sicherheit gebracht werden würde.

Wahr ist, dass es sich um ein Planspiel, das einen bundesweiten Stromausfall simuliert, in Vorbereitung ist. Interessant: Der Kurier-Artikel wurde – offenbar nach Interventionen – mehrmals verändert, bis dann endlich das geschrieben wurde, was tatsächlich passiert.

Die beiden Beispiele zeigen aber auch, wie frei die Presse in Österreich wirklich ist – auch wenn sich die Berichterstattung immer öfter frei von Fakten darstellt.

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