Wie praktisch: Mittels eigenem Service-Telephon sollen Migranten durch die Sahara bis ans Mittelmeer geschleust werden.

Foto: Bild: NASA / Wikimedia (PD)
Nordafrika: Internetseite gibt illegalen Migranten Tipps zur Einreise

Unter dem Seitennamen „Alarme Phone Sahara“ werden Tipps für illegale Migranten im Internet gegeben bzw. vermittelt. Unter angegebenen Telephonnummern gibt es Handlungsanleitungen für die Illegalen, um ungehindert bis ans Mittelmeer zu kommen. In linken Medien wird die Seite zur Förderung der Migration aus Afrika nach Europa folgendermaßen beschrieben:

Die neue Webseite informiert auf englisch und französisch und dient einerseits zur Verbreitung von Informationen, die für Menschen, die auf den Flucht- und Migrationsrouten durch die Sahel- und Sahara-Länder nützen und dabei helfen sollen, lebensgefährliche Risiken einschätzen und einschränken zu können. Dazu gehören Infos über die rechtlichen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Ländern entlang der Reiserouten, sowie praktische Verhaltenstipps für das Reisen durch die Wüste. Anders als Institutionen wie die IOM versucht Alarme Phone Sahara nicht, Menschen durch Abschreckung davon abzuhalten, ihre Länder zu verlassen, sondern durch Bereitstellen nützlicher Informationen Menschen darin zu unterstützen, selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen.

Gegen Politik, die Bewegungsfreiheit in Afrika einschränkt

Scheinheilig wird etwa auch behauptet, dass sich die Seite gegen eine Politik wende, die die Bewegungsfreiheit in Afrika einschränken würde:

Zum anderen sollen für die internationale Öffentlichkeit aktuelle Berichte darüber veröffentlicht werden, was auf den Sahel-Sahara-Reisewegen zwischen Mali, Burkina Faso, Niger, Algerien, Libyen und Marokko geschieht: Erfahrungsberichte von Menschen, die unterwegs sind und möglicherweise Repressionen, Gewalt und Pushbacks erlebt haben, sowie von Aktivist*innen und Lebensretter*innen, aber auch Berichte und Analysen zu den Entwicklungen der Externalisierung des Grenzregimes und dessen Auswirkungen auf die Menschen in den Sahel- und Saharaländern.

Im Sinne der drei Arbeitsschwerpunkte von Alarme Phone Sahara – Sensibilisieren, Dokumentieren, Rettung in Notlagen – soll ein Beitrag geleistet werden gegen die Folgen einer Politik, die die Bewegungsfreiheit auf dem afrikanischen Kontinent untergräbt und Menschen in der Wüste und in Folterlagern sterben lässt.

So werden Illegale Richtung Mittelmeer gelockt

Für Migrationsexperten steht eines fest: Seiten wie „Alarme Phone Sahara“ sind unter anderem dafür verantwortlich, dass illegale Migranten aus Schwarzafrika über die Sahara-Routen bis ans Mittelmeer gelockt werden.

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