Obwohl bereits mehrfach vorbestraft, ging der Nafri selbst in Haft (Bild: Justizanstalt Krems-Stein) mit dem Messer auf Mitgefangene los.

Bild: Eilhart von Oberg / wikimedia.org (CC-BY-SA-3.0)
Vierfach vorbestrafter Tunesier ging mit Messer auf tschetschenische Mithäftlinge los – Prozess

Weil er zwei Mitgefangene in der Justizanstalt Stein bei Krems in Niederösterreich mit einem Messer attackiert hat, ist ein 24-Jähriger in der Nacht auf Freitag in Krems von einem Schwurgericht wegen schwerer Körperverletzung zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Der Schuldspruch gegen den Tunesier ist rechtskräftig. Die Hauptfrage nach versuchtem Mord wurden aber von den Laienrichtern einstimmig verneint.

Umgebautes Stanleymesser als Tatwaffe

Mit dem Tatwerkzeug, einem umgebauten Stanley-Messer mit einer etwa fünf Zentimeter langen Klinge, im Gepäck stürmte der bereis vierfach (!) vorbestrafte Verdächtige laut Anklage am 9. August 2018 in den Haftraum der beiden Tschetschenen (21, 32), zwei weitere Gefangene waren außerdem anwesend. Dort stach der Nafri zuerst auf den 32-Jährigen ein – mit ihm hatte er in den Tagen davor mehrere Auseinandersetzungen. Der Mann erlitt Kopf-, Hals- und Bauchverletzungen. Der 21-Jährige kam seinem Landsmann zu Hilfe und wurde von dem Tunesier daraufhin mit Stichen in den Kopf und den Halsbereich bedacht.

Lebensgefährliche Attacke

Trotz der leichten Verletzungen der beiden Opfer wurde der Beschuldigte wegen schwerer Körperverletzung belangt – weil er die Körperverletzungen gemäß Paragraf 84 Absatz 5 Ziffer 1 Strafgesetzbuch „auf eine Weise, mit der Lebensgefahr verbunden ist“, begangen haben soll. Die Geschworenen beantworteten die beiden entsprechenden Eventualfragen einstimmig mit Ja… mehr

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