Geschönte Kriminalstatistik: Niederländischer Migrationsminister musste zurücktreten | Unzensuriert.at

Geschönte Kriminalstatistik: Niederländischer Migrationsminister musste zurücktreten

Der liberale Einwanderungsminister Mark Harbers musste wegen einer geschönter Statistik zur Asylanten-Kriminalität gehen. Foto: Sebastiaan ter Burg / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Der liberale Einwanderungsminister Mark Harbers musste wegen einer geschönter Statistik zur Asylanten-Kriminalität gehen.
Foto: Sebastiaan ter Burg / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
22. Mai 2019 - 16:40

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Der niederländische Einwanderungsminister Mark Harbers musste nach heftiger Kritik zurücktreten: Grund ist ein Bericht, in dem die Kriminalität von "Flüchtlingen" beschönigt wird.

Mord, Totschlag und Sexualstraftaten in Kategorie "Andere" versteckt

Die Berichte des Ministers enthielten Statistiken zu Straftaten von Asylanten in den Niederlanden, in denen schwere Verbrechen wie Vergewaltigungen oder Tötungsdelikte nicht eigens ausgewiesen wurden, kleinere Delikte wie Ladendiebstahl jedoch schon. Was das Ministerium damit bezwecken wollte, ist offensichtlich: Mit intransparenten Statistiken wie diesen soll das massive Kriminalitätsproblem, das das niederländische Königreich mit seinen "Fachkräften" hat, beschönigt werden. Laut RTL Nieuws wurden in der Kategorie "Andere" in der Statistik 47 Verdächtigungen wegen Körperverletzung und 31 wegen der Tötungsdelikte Mord und Totschlag verschleiert.

Rechte Parteien profitieren von manipulierten Statistiken

Der Rücktritt des Ministers ist vor allem für den niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte eine schlechte Nachricht. Die ohnehin schon ausufernde Migranten-Kriminalität und der Umgang der Multikulti-Regierung in Amsterdam damit stärkt kurz vor der EU-Wahl am morgigen 23. Mai Migrations-kritische Parteien wie das Forum voor Democratie (FVD), das erst im März bei den Kommunalwahlen zur stärksten Kraft gewählt worden war und sich 13 der 75 Sitze in der ersten Kammer des niederländischen Parlaments sichern konnte.

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