Einblick in die Praxis: Polizist schildert Ohnmacht des Staates bei Ausreise-Verweigerern | Unzensuriert.at

Einblick in die Praxis: Polizist schildert Ohnmacht des Staates bei Ausreise-Verweigerern

Die Polizei fühlt sich gegenüber unkooperativen Asylanten oftmals machtlos. Foto: Andreas Trojak / flickr.com / (CC BY 2.0)
Die Polizei fühlt sich gegenüber unkooperativen Asylanten oftmals machtlos.
Foto: Andreas Trojak / flickr.com / (CC BY 2.0)
23. Mai 2019 - 17:01

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Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, dass viele sogenannte „Flüchtlinge“, die nun schon seit Jahren unseren Kontinent „bereichern“, nur aus wirtschaftlichen Gründen hier sind. Dennoch ist es immer wieder schockierend, wenn damit befasste Personen bestätigen, mit welcher Einstellung diese Menschen zu uns kommen und wie machtlos der Staat agiert.

Ausreise-Bescheide werden einfach ignoriert

Unzensuriert traf sich mit einem Polizisten aus Wien (Name der Redaktion bekannt), der dafür zuständig ist, abgelehnten Asylwerbern Abschiebebescheide den zuzustellen. In diesen Briefen wird erläutert, dass und warum der Betreffende abgelehnt worden ist, und er wird aufgefordert, sich bei der entsprechenden Behörde zur Abschiebung zu melden. Dort wird dann die geregelte Ausreise auf Staatskosten geregelt.

WEGA wird zum Tür-Aufmachen geholt

In Wirklichkeit läuft dies jedoch fast ausnahmslos folgendermaßen ab: Der Asylwerber reagiert nicht auf das Schreiben. In Folge soll ihn die Polizei abholen. Unser befragter Polizist war schon bei zahlreichen solchen Hausbesuchen dabei, die sehr oft ebenfalls umsonst sind, weil niemand aufmacht. Daraufhin werden bei jedem einzelnen Fall aufwendig Sondereinheiten wie die WEGA (!) gerufen, damit diese die Tür öffnen und den Asylwerber festsetzen.

Überforderte Asylbehörden

Anschließend beginnt das lange Warten auf die Abschiebung, die wegen Überforderung der Behörden oftmals im Sand verläuft. Wird dann tatsächlich eine Person im Laufe dieses Verfahrens abgeschoben, kommt diese nicht selten innerhalb weniger Tage wieder nach Österreich.

„Unsere Männer sind für die alle Weicheier“

Dabei berichtet der Polizist, wie die Asylbewerber zu unserem Staat stehen.

Wenn wir diese Personen festsetzen, lachen die uns aus. Wenn man die fragt, warum sie hier sind, sagen sie, man bekomme viel Geld umsonst und man könne einfach mit weißen Frauen Sex haben. Das weiß jeder Polizist, aber in diesem Staat ist man machtlos. Die verarschen uns von vorne bis hinten. Unsere Männer sind für die alle Weicheier, die nehmen uns nicht ernst. Mit der jetzigen Abschiebepraxis werden wir die Massen, die hier sind, nicht bewältigen können.

Kickl war als Innenminister äußerst beliebt

Der Beamte führt auch aus, wie die Polizisten durch den soeben aus seinem Amt entlassenen Innenminister Herbert Kickl Hoffnung geschöpft haben und nun wieder alles ungewiss ist:

Die Struktur der Polizei ist vor allem durch die Gewerkschaft tiefrot. Man muss auch sagen, dass die einen guten Job für die Jungs machen, wenn es um Betten oder Verpflegung geht. Aber in Sachen Asyl bleibt rot eben rot. Durch Kickl ging schon ein spürbarer Ruck durch die ganze Polizei. Auf einmal war die Stimmung ganz anders. Wir fühlten uns verstanden und würdig vertreten. Unsere Probleme wurden angehört und wir wussten, dass unsere obersten Chefs sie angehen.

Rückfall in schwarz-rote Lähmung droht

Durch den Verlust des Innenministeriums droht wieder der lähmende schwarz-rote Trott der vorigen Jahre einzuziehen. Die ersten Leidtragenden wären dabei die einfachen Polizisten.

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