Durch die Aufkündigung der Koalition gefährdet Bundeskanzler Kurz die Bonität Österreichs.

Bild: Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres / Wikimedia (CC-BY-2.0)
Ratingagentur warnt: Kurz riskiert Kreditwürdigkeit Österreichs auf internationalen Finanzmärkten

Die von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) initiierte Staatskrise durch das Aufkündigen der Koalition mit der FPÖ samt Neuwahlen im Herbst gefährdet nicht nur die politische, sondern nun auch die wirtschaftliche Stabilität Österreichs. Die US-Ratingagentur Moody´s sieht nämlich wichtige Reformvorhaben im Land gefährdet und überlegt daher eine Rückstufung der Kreditwürdigkeit.

Kurz gefährdet Reformkurs in Österreich

Wie Heiko Peters, Assistant Vize-President beim Moody s Investors Service, in einer Aussendung anmerkte, seien durch das Ende der ÖVP/FPÖ-Koalition viele wichtige Wirtschaftsreformen in Gefahr. Genannt wird etwa die Haushaltskonsolidierung durch die erst im April beschlossene Steuerreform. In Folge dessen sei auch das positive Wirtschaftswachstum in Österreich gefährdet. Insgesamt stehen durch das Regierungs-Aus dutzende Wirtschaftsreformen in der Schwebe, von der Digitalsteuer bis hin zur Bankenaufsichtsreform. 

Nicht ausschließen will die Ratingagentur daher, dass sich die Kreditwürdigkeit Österreichs auf den internationalen Finanzmärkten verschlechtern könnte. Immerhin können in den nächsten vier Monaten bis zur Neuwahl und danach bis zur Regierungsbildung keine tiefgreifenden Reformen und Vorhaben erwartet werden. 

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