Jetzt erst recht! Tausende Österreicher jubeln dem FPÖ-Spitzenkandidaten Harald Vilimsky bei der Schlusskundgebung zur EU-Wahl zu.

Foto: Bild: FPÖ
Jetzt erst recht! FPÖ-Abschlusskundgebung zur EU-Wahl vor tausenden Österreichern in Wien

Entgegen allen Unkenrufen linker Politbeobachter ist der Zustrom zur FPÖ ungebrochen. Bei der gerade stattfindenden Schlusskundgebung in Wien am Viktor-Adler-Platz sind bereits jetzt (16.00 Uhr) tausende Österreicher gekommen, um die Partei zu unterstützen, die in der türkis-blauen Bundesregierung der Garant für eine strikte Asylpolitik war.

„Kurz muss raus!“

Und das Publikum ist über Bundeskanzler Sebastian Kurz hörbar sauer. Mehrmals ist „Kurz muss raus!“, „Kurz muss weg!“ zu hören. „Es geht der ÖVP nur um Mehr Macht. Ihnen ging es darum, Herbert Kickl so schnell wie möglich loszuwerden“, betonte die Rednerin Petra Steger. „Man kann uns nicht vernichten, wir halten zusammen. Dank der FPÖ gab es unzählige Reformen. Wir waren der Reform-Motor“, erinnerte sie.

Über die EU wusste Steger nichts Gutes zu berichten: „Die EU braucht uns nicht erklären, wie braun die Pommes sein müssen!“ Über die ÖVP hielt sie fest, dass diese wieder tiefschwarz geworden sei.

Herbert Kickl als umjubelter Überraschungsgast

Sehr zur Freude der Anwesenden kam auch Ex-Innenminister Herbert Kickl auf die Bühne. „Wir haben einen Trümmerhaufen zum Aufräumen“, betonte er und stellte fest, dass die FPÖ in der Regierung die Drecksarbeit gemacht habe, die von Rot und Schwarz unerledigt geblieben ist. Die heißen Eisen seien von der FPÖ angegriffen worden. Scharfe Töne gab es gegen Noch-Kanzler Sebastian Kurz und Bundespräsident Alexander Van der Bellen: „Kurz hat diese Regierung ohne jede Not in die Luft gesprengt. Er hat einen überforderten Bundespräsidenten überrumpelt!“ Es gab einen Koalitionsbruch im Stil der Ur-Uralt-ÖVP.

Kickl sprach von einem Akt der Gerechtigkeit, die 1,50-Euro Verordnung für Flüchtlinge einzuführen. „Es ist eine Schweinerei, dass man den Flüchtlingen mehr gibt als Präsenzdienern, Zivildienern oder Ehrenamtlichen“, so Kickl , der kritisierte, dass die Verordnung wieder aufgehoben wurde. Er habe noch viel vorgehabt. So auch die Abschiebezahlen zu erhöhen: „Ich hätte durchgegriffen gegen den politischen Islam und die Extremisten hinter Schloss und Riegel gebracht!“ Das jedenfalls von der ÖVP beschlossene Islamgesetz sei so zahnlos wie ein Babymund.

„Mit einer Stimme für die FPÖ könnte Ihr Euch bei der ÖVP revanchieren und dafür Sorgen, dass in der EU Kräfte sitzen, die es mit der Bevölkerung gut meinen. Jetzt erst recht, alles ist möglich“, betonte Kickl abschließend.

Blaues Gegenzeichen bei der EU-Wahl

Der freiheitliche EU-Spitzenkandidat sprach von einem „Atomangriff“, der mit dem Ibiza-Video gegen die FPÖ gestartet wurde. „Für wie blöd erachten uns linke Netzwerke, zehn Tage vor der Wahl das gegen uns in Stellung zu bringen“, hinterfragte er. Die Wähler hätten dieses Spiel aber durchschaut. Kritik übte er am „EU-Pfarrer“ Othmar Karas und dem Roten Andreas Schieder. Vilimsky erinnerte daran, dass Schieders Lebensgefährtin mit der Pleite beim Krankenhaus Nord 500 Millionen Euro in den Sand gesetzt hatte. Was die EU-Wahl betrifft, brauche es ein blaues Gegenzeichen. „Wir wollen in Österreich über unsere Dinge bestimmen, und das wollen wir uns nicht nehmen lassen. Stimmt dafür, dass Österreich nicht untergeht, in einer Allianz jener, die nichts anders im Sinn hat, als die Nationalstaaten auszuradieren!“

Nur geringes Interesse an der SPÖ-Veranstaltung

Während Vilimskys Rede über facebook mehrere tausend Besucher live mitverfolgten, waren zeitgleich bei der Übertragung der Rede von Pamela Rendi-Wagner bei der SPÖ-Veranstaltung nicht einmal 300 Leute.

Norbert Hofer als Schlussredner

Schließlich kam der designierte FPÖ-Obmann Norbert Hofer auf die Bühne. „Alle glauben, die FPÖ ist geschwächt worden, die haben sich geirrt! Ihr habt an der Spitze den erfolgreichsten Politiker der FPÖ und den erfolgreichsten Innenminister“, verkündete er. Die ÖVP, so stellte Hofer fest, sei nicht mehr türkis sondern schwarz. Er erinnerte daran, dass Karas dafür geworben habe, nicht den bürgerlichen Hofer, sondern Van der Bellen als Bundespräsidenten zu wählen.

An Merkel: Pension statt Funktion!

Zu sprechen kam Hofer auch auf Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel, die als potentielle EU-Kommissarin gehandelt wird: „Ich will nicht, dass Österreich Deutschland wird. Für Merkel muss es heißen: Pension statt Funktion! Frau Merkel, Sie haben versagt und ausgedient! Deutschland hat Merkel, Österreich hat Hofer und Kickl, das ist der bessere Weg!“

„Egal ob in der Regierung oder in Opposition: Wir schützen Österreich
die ÖVP hat die Koalition beendet, obwohl wir viel weitergebracht haben und weiterbringen wollten“, bedauerte Hofer. „Wenn es zur Koalition von SPÖ und ÖVP kommt, oder ÖVP, Grüne und Neos, dann brechen alle Dämme. Dann haben wir die Situation der offenen Grenzen“, warnte Hofer. Es gelte ein klares Zeichen zu setzen, dass sich diese Parteien verspekuliert haben.

Rot-weiß-roter Adler in Brüssel

Einen Othmar Karas werde es als EU-Kommissar nicht geben, kündigte Hofer an. Denn Karas sei für die Vereinigten Staaten von Europa. Außerdem erinnerte der Freiheitliche an den einstigen SPÖ-Spitzenkandidaten Eugen Freund . „Was hat er getan für Österreich? Nichts. Herr Schieder ist nun der rote Kandidat, was wird er tun? Nichts.“ Dass Schieder die FPÖ-Wähler als „Bazillen“ beschimpft hat, stößt Hofer besonders sauier auf. „Adolf Hitler hat zuletzt Juden als Bazillen beschimpft. Hätte ein Freiheitlicher dieses Wort verwendet, wäre der Teufel los!“

Positives hatte Hofer über Vilimsky zu berichten. „Er ist unser rot-weiß-roter Adler und Spatzen und Papageien, die alles nachplappern, in Brüssel!“ Jetzt gelte es, bei der EU-Wahl aufzustehen für Österreich – jetzt erst recht!

ORF ignoriert FPÖ, berichtet lieber von Neos und „Klima-Demo“

Auf orf.at wird zwar ausführlich über die „Klima-Demo“ in Wien berichtet, aber kein Wort von der FPÖ-Kundgebung, zu der wohl mehr Wiener gekommen waren. Dafür berichtete Radio Wien in seinen 19.00 Uhr-Nachrichten – das war die Zeit, wo Norbert Hofer seine Rede beendete – vom lustigen Luftballon-Wahlkampfauftakt der Neos am Wiener Westbahnhof. Spitzenkandidatin Claudia Gamon durfte sogar über die FPÖ schimpfen.

Wer beim Fest nicht dabei sein konnte, findet nachfolgend die Komplettaufzeichnung der Veranstaltung:

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