Nach den Feierlichkeiten am 1. Mai (Bild) fand der SPÖ-Wahlkampfabschluss noch weniger Anklang bei den Wählern.

Bild: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Blamage bei SPÖ-Abschlusskundgebung: Nur wenige bei Rendi-Wagner und Genossen

Trotz bestem Wetter war der Andrang der Besucher bei den Genossen eher dürftig: Heute, Samstag, schloss die SPÖ ihren Wahlkampf für die EU-Wahl am gewöhnlich sehr belebten Viktor-Adler-Platz ab (man braucht nur an die von tausenden Wienern besuchte Veranstaltung der FPÖ einen Tag zuvor zurückblicken). Das mangelnde Interesse der Wiener am Wahlkampf der SPÖ scheint auch ein Spiegelbild der gesamten Partei zu sein; Die Presse sprach von lediglich “wenigen Dutzend Besuchern” bei der Abschlussveranstaltung zur EU-Wahl.

Trotz Partei-Prominenz kam keine Feierstimmung auf

Dabei hatte sich sogar hoher Besuch im größten Wiener Arbeiterbezirk angekündigt: Frans Timmermans, der Spitzenkandidat der europäischen Sozialdemokraten, war eigens angereist, um Pamela Rendi-Wagner und Andreas Schieder im Endspurt des EU-Wahlkampfes zu unterstützen.

Timmermans Anwesenheit rief jedoch wenig Begeisterung unter den Wienern hervor. Kein Wunder: Einer Umfrage der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) zufolge, wünschen sich lediglich 16 Prozent der Österreicher den niederländischen Linkspopulisten Timmermans als Präsidenten der EU-Kommission, ganze 39 Prozent kennen sogar weder ihn noch seinen EVP-Kontrahenten Manfred Weber.

Tausende bei FPÖ-Abschlusskundgebung

Anders sah es bei den Freiheitlichen aus: Hier versammelten sich bei der Abschlusskundgebung zum EU-Wahlkampf am Freitag mehrere tausend Menschen am gleichen Platz wie einen Tag später nicht bei der SPÖ. Vor allem der Überraschunggast Herbert Kickl sorgte beim freiheitlichen Wahlkampfabschluss für Begeisterung (unzensuriert berichtete).

Das traurige Schauspiel mit der verschwindend geringen Teilnehmerzahl an der SPÖ-Kundgebung twitterte später auch besagter Spitzenkandidat Timmermanns. Da die Rechenkünste der Sozialdemokraten beim Zählen von Menschenmengen eher fragwürdig sind, bleibt abzuwarten, wie viele Teilnehmer nach offizieller SPÖ-Zählung diesmal anwesend waren.

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