Kein Asylgrund lag für einen armenischen Lehrling vor, er wurde von der Fremdenpolizei abgeholt.

Foto: Bild: Tjebbe van Tijen / flickr (CC BY 2.0)
Abschiebung: Hotelier machte Armenier 30 Monate falsche Hoffnungen

Mehr als zwei Jahre lang hat ein Gastwirt im Tiroler Leutasch (Bezirk Innsbruck-Land) einem armenischen „Flüchtling“ die Hoffnung auf eine Bleibe in Österreich gemacht. Er gab ihm eine Lehrstelle in seinem Betrieb, obwohl der Aufenthaltsstatus des jungen Mannes noch nicht klar war. 30 Monate lang bildete Hotelier Christian Wandl den nun 18-jährigen als Restaurantfachmann aus, die Abschlussprüfung trat er bisher allerdings nicht an.

Schuld hat Kickl

Am Wochenende stand dann schließlich die Fremdenpolizei vor der Türe und holte den Lehrling sowie seine Familie ab, die nun auch prompt abgeschoben werden sollte, weil kein Grund für Asyl in Österreich vorlag.

Auf wenig Gegenliebe stieß dies bei dem Chef des Hotels, der mehrere ungarische Zimmermädchen angestellt hat und auch den Bruder des armenischen Einwanderers aufnehmen wollte. Grund für den großen Ärger ist wohl nicht zuletzt der hohe Aufwand in der Ausbildung des Lehrlings, der nun vor Vollendung seiner Prüfung abgeschoben werden sollte.

Einheimische Fachkräfte ließen sich dem Betreiber zu Folge kaum noch finden. Schuld dafür sucht der Hotelier aber nicht in den niedrigen Löhnen, sondern in der vermeintlich fremdenfeindlichen Regelung unter Ex-Innenminister Herbert Kickl.

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