Wenn es nach den aktuellen Meinungsumfragen geht, wird Deutschland bald von einem grünen Bundeskanzler regiert.

Foto: Bild: Rogi.Official / wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Neue Umfrage sieht Grüne als stärkste Partei: Nächste Regierung grün-schwarz?

Von ihrem Höhenflug bei der EU-Wahl können die Grünen auch bei den Umfragen für die Bundestagswahl 2021 profitieren. Laut neuer Forsa-Umfrage für RTL/n-tv kämen die Grünen auf 27 Prozent, wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl. Das ist ein Prozent mehr als die Unionsparteien CDU und CSU zusammenbrächten.

Grün-schwarz statt Schwarz-grün

Nach den verheerenden Wahlergebnissen bei der EU-Wahl und der parteiinternen Unruhe käme die einstige Volkspartei SPD nur noch auf zwölf Prozent – das ist der niedrigste jemals für den Bundestag erhobene Wert.

Damit wäre im Bundestag nur noch eine Koalition möglich: grün-schwarz –  und nicht mehr schwarz-grün, wie es sich wohl so mancher Unionspolitiker bereits seit langem gewünscht hat.

Momentaufnahme

Die aktuellen Ergebnisse sind allerdings eine Momentaufnahme. Andere Meinungsforschungsinstitute sehen die Unionsparteien zwischen 27,5 und 30 Prozent, die Grünen zwischen 17 und 20 Prozent und die SPD zwischen 16 und 18 Prozent. Allerdings stammen diese Ergebnisse aus Umfragen noch vor der EU-Wahl. Seither nimmt die Hysterie um die Grünen erst so richtig an Fahrt auf.

Wählerabwanderung seit Bayern-Wahl

Forsa-Chef Manfred Güllner sieht den Ausgangspunkt für den aktuellen Höhenflug der Grünen bereits in den Landtagswahlen in Bayern und Hessen. Schon damals seien viele frühere Unions- und SPD-Wähler “aus der liberalen Mitte zu den Grünen abgewandert”. Dort hatte man sich aber um die eigenen Ränder gekümmert. Wie unzensuriert immer wieder berichtet hat, wurde der größte Konkurrent in der AfD gesehen, die mit allen Mitteln bekämpft wurde und wird.

Eine Botschaft für die Regierungsparteien hat der Forsa-Chef noch dabei:

Nach der Europawahl rächt sich zudem, dass beide Parteien sich den Abwanderern zu den Grünen mit einem stärkeren Engagement beim Klimaschutz anbiedern wollen. Doch damit stärkt man – wie die aktuellen Daten zeigen – nur das grüne Original.

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