Wird die Militärmusik auch bald aus „Kostengründen“ wie die Heeres-Sicherheitsschule abgeschafft?

Bild: weisserstieg/Wikimedia (CC-BY-2.0)
Traditionsreiche Militärmusik: Schafft linker Verteidigungsminister auch diese Institution ab?

Mit der Abschaffung der Heeres-Sicherheitsschule hat sich der neue linke Verteidigungsminister Thomas Starlinger als totale Fehlbesetzung in seiner aktuellen Funktion entpuppt. Und die Heeres-Sicherheitsschule in Wiener Neustadt könnte nur das erste Opfer des von Bundespräsident Alexander van der Bellen und ohne Legitimation durch den Wähler ins Amt gehievten Offiziers sein.

Aktuell verbreiten sich auch Hinweise in den Reihen des Österreichischen Bundesheers, wonach nicht ausgeschlossen ist, dass der neue Minister auch an die Militärmusik Hand anlegen wird, um diese traditionsreiche Einrichtung neuerlich, wie bereits vor einigen Jahren unter SPÖ-Verteidigungsministern, zu schließen bzw. ihre Ressourcen stark einzuschränken. Passiert das, dann ist ein Mistrauensantrag im Nationalrat gegen Starlinger wohl unausweichlich.

Bald kein „Radetzkymarsch“ mehr durch Militärmusik?

Schon bald könnte es also keinen „Radetzkymarsch“ mehr durch die Militärmusik geben, wenn man Starlinger und Co weiterwerken lässt. Dabei ist das Österreichische Bundesheer doch unter ihrem bisherigen Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) so stolz auf diese Einrichtung gewesen, wie man nachlesen kann:

Wien, 26. Jänner 2018  – Ob „Radetzkymarsch“ oder „Donauwalzer“ – die Österreichische Militärmusik ist von großer kultureller und gesellschaftlicher Bedeutung. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Traditionspflege im Österreichischen Bundesheer und wesentlich für den Nachwuchs der zivilen Musikkapellen. 

Start für Weltkarrieren

„Viele in Berufsorchestern musizierende Künstler haben ihren Dienst bei einer der neun Militärmusiken absolviert“, sagt der Militärmusikchef, Oberst Bernhard Heher. Dazu zählen Clemens Hellsberg, ehemaliger Vorstand der Wiener Philharmoniker, Hans Hindler und Karl Jeidler, beide Wiener Philharmoniker oder Jörg Schneider, Tenor an der Wiener Staatsoper.

Neu bei der Militärmusik ist, dass die Militärmusiker zusätzlich zu ihrer musikalischen Ausbildung auch für Aufgaben zur Katastrophenhilfe und zum Schutz kritischer Infrastruktur ausgebildet werden. 

Chancen für junge Musiker

Jährlich bewerben sich mehr als 300 junge Musiker und Musikerinnen österreichweit bei der Militärmusik und spielen beim Militärkapellmeister vor. Gute Musikerinnen und Musiker sind immer gefragt, so Oberst Heher: „Bei den Holzblasinstrumenten fehlen besonders Klarinetten sowie Fagotte und Oboen, weiters werden Flötistinnen und Flötisten gesucht.“

Die Militärmusik bietet jungen Musikern die Chance, sich ein breites und praxisorientiertes Wissen im Bereich der Blasmusik anzueignen. Unter dem Motto „Voneinander Lernen“ wird der Grundstein für beispielsweise die Übernahme einer Führungsaufgabe in einem Musikverein oder eine Karriere als Berufsmusiker gelegt.

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