Der FC Mariahilf freute sich auf ein großes Fußballfest, doch drei Spielerinnen vermiesten es gehörig.

Bild: unzensuriert.at
Eklat mit Vatikan: „Politische Botschaft“ macht 20-Jahr-Feier des FC Mariahilf kaputt

Wochenlang haben ehrenamtliche Funktionäre des FC Mariahilf ihr Fest anlässlich des 20-jährigen Bestehens in Wien vorbereitet. Höhepunkt: ein Spiel des Damenteams gegen das Frauennationalteam des Vatikans. Doch drei Spielerinnen des FC Mariahilf mussten – ausgerechnet während die Hymne des Vatikans abgespielt wurde – eine politische Botschaft loswerden und machten alles kaputt.

Nach Hymne Spiel abgesagt

„My body my rules“ (Mein Körper, meine Regeln) malten sie auf Bauch und Rücken und präsentierten so ihren Unmut gegenüber dem Vatikan, der gegen Abtreibung ist. Trainer, Funktionäre und der Obmann des Klubs wussten von der Aktion nichts. Jedenfalls zogen die Frauen des Vatikans vom Feld und sagten das Spiel ab.

Politische Botschaften beim Sport nichts verloren

Politische Botschaften hätten beim Sport nichts verloren, begründete Danilo Zennaro, der Vertreter des Vatikans, die Absage. Er sah es als Affront, dass die drei Spielerinnen des FC Mariahilf ausgerechnet bei der vatikanischen Hymne ihr Anliegen auf ihren Körpern präsentierten. Zudem rollten sie an der Seitenlinie Regenbogenfahnen aus, wohl um auf gleichgeschlechtliche Sexualität hinzuweisen.

Schaden für den Fußballklub

FC-Mariahilf-Obmann Ernst Lackner war, wie die meisten Anwesenden, sauer auf die Unruhestifter, haben sie mit ihrer Aktion, die mit dem Verein nicht abgesprochen war, dem Fußballklub der 1. Klasse in Wien-Simmering doch großen Schaden zugefügt. Die Spielabsage sorgte nicht nur für ein Stimmungstief bei der Feierlichkeit, die mit einer Feldmesse und prominenten Festrednern toll begann. Wochenlange Arbeit der vielen ehrenamtlichen Funktionäre, die ihr Herzblut in die Vorbereitungen gesteckt hatten, war zunichte gemacht.

Konsequenzen für Spielerinnen nicht ausgeschlossen

Obmann Ernst Lackner schließt daher nicht aus, dass es für die betroffenen Spielerinnen Konsequenzen gibt. „Jeder soll seine Meinung sagen dürfen. Aber das war der falsche Zeitpunkt und der falsche Ort, um auf das hinzuweisen, wie ihr Leben sein sollte“, sagte Lackner gegenüber unzensuriert.

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