Der CDU-Abgeordnete hatte die AfD und Alexander Gauland als „Abschaum“ bezeichnet.

Bild: Screenshot Twitter
Enthemmte Sprache: CDU-Politiker beschimpft AfD und Gauland als „giftigen Abschaum“

Bei den Altparteien CDU und SPD kennt der Hass gegen die Alternative für Deutschland (AfD) und ihre Vertreter keine Grenzen mehr. Die menschenverachtende Sprache von Politikern der „Christdemokraten“ scheint nun auch im Bundestag angekommen zu sein, wie die abstoßende Entgleisung des Abgeordneten Marco Wanderwitz auf dem Kurznachrittendienst Twitter zeigt. 

„AfD und Gauland sind giftiger Abschaum“ – SPD stimmt zu

In der bereits im letzten November veröffentlichten Kurzbotschaft diffamierte er die AfD als Partei sowie deren Abgeordnete völlig hemmungslos in einem besonders menschenverachtenden Duktus als „giftigen Abschaum“.

Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) unter dem ehemaligen Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer nannte damals den AfD-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Alexander Gauland, einen „kranken Mann“, der von „Hass und Dummheit zerfressen“ sei. 

Ausgerechnet CDU und SPD warnen vor „enthemmter Sprache“

Besonders brisant: Gerade die überempfindliche SPD, die nicht müde wird, ständig vor der „Gefahr“ durch „menschenverachtende Sprache“ warnt und stets auf „Politische Korrektheit“ pocht, scheint bei diesem „Hate Speech“ des CDU-Funktionärs keinerlei Bedenken zu haben: Der sozialdemokratische Abgeordnete und Haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Kahrs, bedache Wanderwitz Abscheulichkeit mit den zustimmenden Worten „stimmt. unstrittig.“

Besondere Aufmerksamkeit genoss der Tweet des bis dahin relativ unbekannten Staatssekretärs und Abgeordneten Wanderwitz nicht – in den letzten Tagen wird jedoch auch im Rahmen des Mordes am ehemaligen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) durch einen mutmaßlichen „Rechtsextremisten“ Wanderwitz hasserfüllte Pöbelei gegen Gauland und seine Partei in den sozialen Netzwerken stark diskutiert.

CDU-Tauber: AfD und Steinbach betrieben Radikalisierung

Erst vor wenigen Tagen fiel der CDU-Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Peter Tauber, mit einer besonders abstrusen Theorie  auf: Die ehemalige christdemokratische Abgeordnete Erika Steinbach beschuldigte er, eine Mitschuld an der Ermordung des Regierungspräsidenten Lübcke zu haben. Der Präsidentin der konservativen Desiderus-Erasmus-Stiftung war Tauber vor, mit der „Entgrenzung der Sprache“ durch die AfD „Selbstradikalisierung“ zu betreiben.

Nur kurz davor hatte Tauber ganz offen gefordert, den Kritikern der Asylpolitik der Merkel-Regierung die Grundrechte zu entziehen – der 44-jährige Oberleutnant der Reserve rechtfertigte diesen Vorstoß mit der „Wehrhaften Demokratie“, die sich so gegen die „Feinde der Demokratie“ schützen sollte. Das Innenministerium will diesen Vorschlag nun prüfen, jedoch werden Tauber und Co. ihren antidemokratischen Parteifreunden wie Wanderwitz wohl kaum die Grundrechte entziehen wollen.

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