Der Gerichtssaal am Straflandesgericht Krems blieb heute leer: Sascha Wandl musste ins Krankenhaus.

Bild: Bubo / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
„Ibiza-Video-Erfinder“ Sascha Wandl wegen Krankheit nicht vor Gericht erschienen

Sascha Wandl, ein ehemaliger Sicherheitsberater, hat sich für die heutige Verhandlung vor dem Straflandesgericht Krems krankgemeldet. Wandl ist der Öffentlichkeit insofern bekannt, als er sich in Medien als der eigentliche „Erfinder“ der sogenannten „Ibiza-Video-Methode“ dargestellt hat. Wandl soll unter anderem den Detektiv Jürgen H., der derzeit in Deutschland untergetaucht sein soll, für verdeckte Kommandoaktionen, wie sie bei der Herstellung des sogenannten „Ibiza-Videos“ eingesetzt worden sind, ausgebildet haben. Das Duo hat mit weiteren Mitarbeitern und Kooperationspartnern jahrelang im Bereich Betriebsspionage und Gegenspionage für Wirtschaftsunternehmen gearbeitet.

Aktuell steht er wegen Verleumdung, Vortäuschen von Straftaten, betrügerischer Krida und Betrug in diesem Zusammenhang am Landesgericht Krems vor Gericht. Justizbeobachter erwarten sich im Rahmen des Prozesses gegen Wandl auch neue Informationen zum „Ibiza-Video“ und ähnlichen Kommandoaktionen, an denen Wandls Ex-Berufskollegen beteiligt gewesen sein könnten.

Immer mehr Ungereimtheiten rund um „Ibiza-Video“ und ÖVP

Aber nicht nur an der Gerichtsfront im niederösterreichischen Krems könnte es bald neue Informationen zur Causa „Ibiza-Video“ geben. Auch die Rolle der ÖVP inklusive Ex-Kanzler Kurz und Ex-Minister Gernot Blümel rücken immer mehr ins Interesse der Öffentlichkeit. Zuletzt wunderten sich Journalisten und IT-Experten über die „Blitzanalysen“ betreffend verfänglicher, aber laut ÖVP gefälschter Emails zwischen Kurz und Blümel in Sachen „Ibiza-Video“ aus dem Februar 2018.

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