Der AfD will man kein Forum bieten. So sieht offene Zensur im Staatsfernsehen 2019 aus.

Bild: Screenshot / Twiiter @DasErste
Staatsfernsehen ARD gibt Zensur gegen AfD nun offen zu

Immer wieder moniert die AfD, dass öffentlich-rechtliche Sender wie die ARD keine ihrer Vertreter in Diskussionsrunden einladen oder zu wichtigen politischen Themen zu Wort kommen lassen. Zu Recht, wie sich nun herausgestellt hat.

ARD will AfD kein „Forum“ bieten

In einem entlarvenden Tweet des offiziellen Twitter-Kanals des Staatssenders, gibt dieser unverblümt zu, sich zu bemühen, AfD-Vertretern möglichst kein Forum für ihre Zwecke zu bieten. Leider, so die ARD weiter, sei es jedoch „von Fall zu Fall nötig, AfD-PolitikerInnen selbst zu Wort kommen zu lassen“. 

Hintergrund der Relativierung und des Eingeständnisses der Zensur war eine Beschwerde des deutschen Cartoonisten Ralph Rutte, der sich über einen Auftritt des AfD-Politikers Uwe Jung bei „hart aber fair“ echauffierte. 

Halbherzige Entschuldigung entlarvt Zensur

Die empörten Reaktionen von Internetnutzern, Zusehern und politischen Vertretern der AfD ließen nicht lange auf sich warten. Der Druck, ob der offen eingestandenen Zensur gegenüber der größten Oppositionspartei Deutschlands dürfte so groß geworden sein, dass eine halbherzige Entschuldigung von der Leitern der Zuschauerredaktion des Ersten folgte. 

Der Tweet sei leider nicht mit der Redaktion von „hart aber fair“ abgestimmt gewesen. Natürlich würden für alle Parteien die selben Standards gelten und die Redaktionen der Sendungen würden unabhängig entscheiden, wen sie als Vertreter einladen und wen nicht.

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