Auf der Urlauberinsel Mallorca ereignete sich ein Gewaltverbrechen. Die Lückenpresse suggeriert falsche Hintergründe.

Bild: Thomas Wolf / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0-DE)
Gruppenvergewaltigung in Spanien: Lückenpresse macht aus Tätern „deutsche Urlauber“

Durch den Blätterwald der Mainstream-Medien, von Kronen Zeitung bis Bild, raschelte die Schlagzeile: „Gruppenvergewaltigung: Vier Deutsche festgenommen“. Hans und Dieter haben also mal wieder zugeschlagen und ihren Trieben gewaltsam freien Lauf gelassen, suggerierten die Medien, nachdem in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in Cala Ratjada, Mallorca, eine 18-jährige junge Frau vergewaltigt worden war.

Naive junge Frau

Die junge Frau lernte die Täter in einer Diskothek kennen und ließ sich überreden, im Hotelzimmer der jungen Männer noch weiter zu feiern. Das Verhängnis begann. Einer der Männer hielt das Mädchen fest, der zweite vergewaltigte es und der dritte fotografierte und filmte das Grauen.

Nach der Vergewaltigung gelang es der jungen Frau aus dem Zimmer zu flüchten. Sie wandte sich an die Hotelmitarbeiter und schließlich an die spanische Polizei. Letzterer gelang es, die vier Männer bei ihrer Abreise zu verhaften. Die Täter, die aus Frankfurt am Main kommen sollen, bestreiten die Tat.

Deutsche mit Migrationshintergrund

Während in den heimischen Medien penetrant von deutschen Männern die Rede ist, erfährt man in den spanischen die Wahrheit über die mutmaßlichen Täter: Es waren nicht „Hans und Dieter“, sondern Türken mit deutscher Staatsangehörigkeit. Das Opfer hingegen war wirklich deutsch.

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