Sebastian Kurz bittet die Menschen, nur das zu glauben, was er erzählt.

Bild: Asurnipal / Wikimedia CC BY-SA 4.0
Von Guru gesegneter Kurz appelliert: „Glaubt nicht alles, was ihr hört!“

Seit Kurzzeitkanzler Sebastian Kurz von der ÖVP vom australischen Missionar Ben Fitzgerald, der nach eigenen Angaben Jesus 2002 im Feld begegnet sein soll, gesegnet wurde, scheint der Glaube für Kurz einen wichtigen Platz auf seiner Wahlkampftour einzunehmen.

Österreicher dümmer als Zuwanderer

So verkündete der ÖVP-Chef via Tageszeitung Österreich an seine „Jünger“:

Ich kann die Menschen nur bitten, nicht alles zu glauben, was sie hören.

Anders ausgedrückt: „Glaubt nur mir. Nur ich sage die Wahrheit.“ Wir nehmen ihn beim Wort und zitieren Herrn Kurz, als er noch Integrationsstaatssekretär war und als Gast seines Parteikollegen im niederösterreichischen Gerasdorf eine Rede hielt – mit dem verheerenden Satz:

Der durchschnittliche Zuwanderer von heute ist gebildeter als der durchschnittliche Österreicher.

Studien widerlegen das eindeutig, aber sollen die Anhänger von Kurz dennoch glauben, was er da verzapfte? Ist der vom Guru Gesegnete wirklich so ehrlich, wie er tut, oder ist alles nur Wahlkampfmaschinerie?

Die beiden Gesichter von Kurz bei der Migrationskrise

Betrachten wir ein anderes Beispiel: Der Ex-Kanzler stellt sich gerne hin und lobt sich dafür, dass nicht mehr so viele Flüchtlinge nach Österreich kommen. Als es aber darum ging, den UN-Migrationspakt zu unterschreiben, musste erst die FPÖ mit allen Geschützen ausfahren, um die Zustimmung Österreichs zu verhindern. Zum ersten Mal hing die türkis-blaue Koalition am dünnen Faden.

Wer wirklich einen Paradigmenwechsel in der Flüchtlingspolitik – auch auf europäischer Ebene – herbeiführte, war Ex-Innenminister Herbert Kickl von der FPÖ. Doch diesen wollte Kurz zum Preis des Koalitionsbruchs unbedingt loswerden. Dabei setzte Kickl nur das um, was im Regierungsprogramm vereinbart worden war.

Helfer fürs Grobe, eigene Hände bleiben sauber

Ist das die ehrliche Politik, die Kurz meint? Und wie ist das mit dem Saubermann-Image? Der von Religiösen in der Wiener Stadthalle beklatschte Kurz befürchtet, von anderen Parteien mit Dreck beworfen zu werden. Er selbst braucht sich die Hände dafür nicht schmutzig machen, hat er doch genug Helfer fürs Grobe.

Ein schwarzes Netzwerk in Justiz und Innenministerium dämmt Verfehlungen von ÖVP-Funktionären ein und stellt künstlich fabrizierte „Skandale“ der Blauen an den Pranger. Die Medien spielen da mit: So wird seit Tagen die Schlagzeile „FPÖ-Politiker inserierten um 116.000 Euro in rechten Medien“ hochgehalten, ohne zu relativieren, dass allein das links-linke Blatt Falter 2017 doppelt so viel kassierte wie alle rechten Medien zusammen in zweieinhalb Jahren!

Gespannt auf „Ibiza-Video“-Ermittlungen

Wer so viel Dreck am Stecken hat, wie Sebastian Kurz, braucht sich nicht zu wundern, wenn er im Zuge des Wahlkampfes auch ein bisschen Schmutz abbekommt. Wer weiß, was die Ermittlungen zum „Ibiza-Video“ noch alles ans Tageslicht bringen.

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