Spielt eine Rechtsanwaltskanzlei am Berliner Ernst-Reuter-Platz eine Rolle im Zusammenhang mit dem „Ibiza-Video“?

Bild: Bufi / Wikimedia (CC-BY-SA-2.0-DE)
„Ibiza-Video“: Ramin Mirfakhrai in Kooperation mit Berliner Anlegeranwalt

Das Online-Medium EU-Infodirekt (EUI) und die Tageszeitung Österreich hatten bereits wenige Tage nach Veröffentlichung des sogenannten „Ibiza-Videos“ einen Drahtzieher medial dingfest gemacht: Rechtsanwalt Ramin Mirfakhrai. Bei Mirfahkhrai handelt es sich um einen Ex-Mitarbeiter der Kanzlei Lansky und Partner, der aktuell als selbständiger Anwalt in der Wiener Singerstraße seinen anwaltlichen Geschäften nachgeht. Mirfakhrai, der, wie Medien berichtet hatten, seine Involvierung bei Herstellung bzw. Vertrieb und Veröffentlichung des „Ibiza-Videos“ mit sogenanntem „zivilgesellschaftlichen Engagement“ gerechtfertigt hat, ist auch sonst in der Zunft der Advokaten eine Person mit interessanten Kooperationspartnern.

So scheint er unter Nennung seines Namens und seiner Adresse: RA Dr. Ramin Mirfakhrai, Singerstraße 20/11, 1010 Wien / Österreich auf der Internetseite eines Berliner Rechtsanwalts auf. Bei diesem Rechtsanwalt handelt es sich um den bekannten Anlegeradvokaten Jochen Resch, der auch in München eine anwaltliche Zweigniederlassung unterhält.  

Mirfakhrai-Partner Resch ist schillernder Berliner Advokat

Beim Mirkfahrai-Partner Resch handelt es sich um einen schillernden Berliner Advokaten, der sich für den Schutz geschädigter Kapitalanleger einsetzt. Laut seiner Internetseite ist er seit vielen Jahren in vielfältiger Art und Weise im Bereich Verbraucherschutz und dort angesiedelten Vereinen engagiert:

Jochen Resch ist seit 1986 für den Anlegerschutz tätig. Er gehört zu den Gründern der Schutzgemeinschaft für geschädigte Kapitalanleger e.V. (SGK). Dort war er Vorstand von 1998 bis 2005. Die SGK ist eine gemeinnütze Institution und Mitglied der Verbraucherzentrale Berlin, der Verbraucherzentrale Brandenburg und der Neuen Verbraucherzentrale Mecklenburg Vorpommern.

Jochen Resch war lange Jahre Mitglied des Arbeitskreises Grauer Kapitalmarkt bei der Verbraucherzentrale Berlin und der Arbeitsgruppe Grauer Kapitalmarkt beim Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV).Er gehört zu den Gründern des 1993 gegründeten Fördervereins der Verbraucherzentrale Brandenburg und ist seither Vorsitzender dieses Vereins.Seit dem Jahr 2000 hält er monatlich eine Sprechstunde in der Geschäftsstelle der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern in Rostock für die Opfer des Grauen Kapitalmarktes ab.Seit dem Jahr 2000 ist er Mitglied des Vorstandes in der Verbraucherzentrale Brandenburg und seit 2009 Vorsitzender des Vorstandes der Verbraucherzentrale Brandenburg.Jochen Resch ist Mitglied des Fördervereins des Verbraucherinformationszentrums (VIZ) der Verbraucherzentrale Brandenburg in Frankfurt/Oder. Das VIZ ist grenzüberschreitend tätig für die Verbraucher aus Deutschland und Polen bei der Lösung derer rechtlicher Probleme im Bereich des Verbraucherschutzes.
Jochen Resch war Mitglied des Gläubigerausschusses der IBEKA (Eurogruppe) und ist Mitglied im Gläubigerausschuss der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West sowie Mitglied des Gläubigerausschusses der Volkssolidarität Sozialimmobilien in Rostock.

In intensiven Recherchen diverser Medien über das „Ibiza-Video“ und seine Hintermänner beginnt man sich nun auch für Mirfakhrai und seine Kontakte nach Berlin und München zu interessieren. Denn auch beim „Ibiza-Video“ scheint es sich zumindest im weiteren Sinne um ein „Anlegergeschäft“ gehandelt zu haben. Dabei wird auch sein Berliner Partner Resch und dessen Umfeld ins Visier genommen.

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