Stift Klosterneuburg will Erholungsoase zubetonieren

Jeder ist sich selbst der Nächste, heißt es so schön. Und das scheint besonders dort zu gelten, wo die Nächstenliebe offiziell zu Hause ist. Nicht anders ist zu verstehen, dass das Stift Klosterneuburg als Großgrundbesitzer erneut eine rein gewinnorientierte Umwidmung durchsetzen möchte und damit eine weitere Erholungsoase in Wien zerstören will.

Die Stiftsherren sind schon des öfteren als Grundstücksspekulanten in Erscheinung getreten. Jetzt wollen sie sich erneut ein Areal im 21. Bezirk vergolden lassen: die Erholungsoase zwischen Kinzerplatz, Theodor-Körner-Gasse, Floridusgasse und Scheffelstraße. Momentan wird der parkähnliche Grund mit umfangreichem altem Baumbestand nur kleingärtnerisch genutzt. Doch die Magistratsabteilung 21 ("Stadtteilplanung") will das Gelände auf Betreiben des Stiftes von Bauklasse I (Gebäude bis maximal 7,5 Meter Höhe) auf Bauklasse III (Gebäude bis 16 Meter Höhe) umwidmen.

Die Freiheitlichen in der Donaustadt wehren sich vehement gegen diese Umwidmung und wollen alle betroffenen Bürger, die für den Erhalt dieses Grünraums kämpfen, massiv unterstützen. FPÖ-Bezirksrat Kurz Mörz verlangt, dass die MA 21 diesen Grünraum lieber als Park ausgestalten und der Öffentlichkeit zugänglich machen soll, anstatt ihn durch die bauwütigen Klosterneuburger Chorherrn zubetonieren zu lassen.

hoeferl

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