Assange von USA gejagt – Trotzdem kommt die Wahrheit ans Licht

Wikileaks-Gründer Julian Assange, der in Großbritannien festgenommen wurde, ist nun dank einer Kautionszahlung wieder frei. Doch damit ist die Jagd auf den Verfechter der Informationsfreiheit noch lange nicht beendet: Gerüchten zufolge bereitet die USA eine Anklage wegen Verschwörung gegen ihn vor: Dafür müsste bewiesen werden, dass Assange den Informanten zur Herausgabe der Daten angestiftet hat.

Auch in Schweden, dem Land, in dem Assange sein Verbrechen begangen haben soll ("die niedrigste Kategorie von Vergewaltigung" – Sex ohne die Benutzung von Verhütungsmitteln), wird dieser mittels eines EU-weiten Haftbefehls noch immer gesucht. Es ist das erste Mal, dass die schwedischen Behörden aus diesem Anlass eine Auslieferung fordern. Assange selbst vermutet hinter der Hexenjagd einen Komplott der Vereinigen Staaten.

Julian Assange

Julian Assange

Wikileaks-Gründer Julian Assange will weitere Dokumente veröffentlichen.
Foto: New Media Days / flickr

Dort wird unterdessen hart gegen die Informationsplattform vorgegangen: Während die Regierung die Mitglieder der Armee dazu aufgerufen hat, von der Seite fernzubleiben, ist sie für die Air Force-Kräfte völlig gesperrt. Gleichzeitig kündigte Außenministerin Hillary Clinton eine verstärkte Geheimhaltungspolitik an: Der "Koordinator für Datensicherheit" wird zukünftig Kommunikation und Speicher der Ministerien gegen unerwünschten Zugriff abschirmen.

Verschiedene Medien, darunter vor allem jene aus Deutschland, unterstützen die USA in ihrem Kampf, nicht auch noch das letzte Bisschen ihrer Fassade zu verlieren: Die Süddeutsche Zeitung proklamiert offen, dass die Veröffentlichung wichtiger Informationen den Weltfrieden in Gefahr bringe (dieser hängt offenbar vom Wohlwollen der USA ab?) – und verkündet, trotz des Zugeständnisses schwerer aufgedeckter Skandale, dass es besser gewesen wäre, die Pläne der USA nie ans Licht zu bringen.

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Assange lässt inzwischen verlauten, neue diplomatische Dokumente zu veröffentlichen. Er beteuert seine Unschuld und kündigt an, seine Arbeit fortzusetzen. Ihm zufolge haben die Menschen der Welt ein Recht darauf zu erfahren, was in den betreffenden Dokumenten steht.

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