„Die Presse“ feiert Weihnachten mit Allah

Allahu AkbarWeihnachten ist das Fest der Geburt Jesu Christi. Rund um dieses Ereignis gibt es mehrere römisch-katholische Feiertage. Warum die Tageszeitung „Die Presse“ in ihrer Weihnachtsausgabe ausgerechnet den muslimischen Glauben in den Vordergrund rücken möchte, verwundert viele. Der ach so liberale Chefredakteur Michael Fleischhacker will wohl – in Anbetracht schwindender Leserzahlen – mit allen Mitteln für Aufmerksamkeit sorgen.

Dabei sind die bisherigen Versuche Fleischhackers, aufzufallen, eher glücklos verlaufen. Noch gut in Erinnerung ist die peinliche Selbstdarstellung des Chefredakteurs im Jahr 2008, als er sich auf Plakaten ablichten ließ. Ein User in einem Internet-Forum brachte es auf den Punkt: „Ich dachte mich trifft der Schlag! Nichtsahnend im 19. Bezirk in Richtung der Weinberge spazierend sehe ich den neuesten Geniestreich und Höhepunkt in einer langen Tradition verunglückter Werbekampagnen für die österreichische Tageszeitung die Presse: Selten wurde die Vorgabe, als Medium persönlicher werden, gründlicher missverstanden. Und der Slogan? Auf uns kann man sich weiterhin nicht verlassen. Ich denke schon, denn ich sehe einen Chefredakteur, der sich abgehoben, arrogant und selbstverliebt inszeniert und ein Sujet produzieren lässt bzw. einem Sujet zustimmt, das uns die Aura des Heiligenbildes suggerieren soll. Damit wird die Presse dem Image als Zeitung für die Kerzerlschlucker vollauf gerecht. Amen!“

Türkische Moschee feiert „Frohe Weihnachten“

Allahu Akbar

Allahu Akbar

Allah im Stephansdom – die Weihnachtsaktion der "Presse".
Foto: Screenshot diepresse.com

Die Nähe zur katholischen Kirche ist wirklich da. Einerseits ist „Die Presse“ im Besitz einer Vorfeldorganisation der Katholischen Kirche, des Styria-Verlages (ursprünglich von der Diözese Graz gegründet). Andererseits maturierte der jetzige Chefredakteur Fleischhacker am Stiftsgymnasium in Admont und studierte – man staune! – Theologie. Abschluss gab es keinen, dafür durfte Michael Fleischhacker seine journalistischen Fähigkeiten bei der linksliberalen Tageszeitung „Der Standard“ ausbauen.

Aus dieser Zeit dürfte er wohl die Idee mitgenommen haben, ausgerechnet in der Weihnachtsausgabe der Presse, das Cover mit dem Stephansdom und der Aufschrift „Allahu akbar“ (Allah ist groß)  und eine türkische Moschee mit der Aufschrift „Frohe Weihnachten“ abbilden zu müssen. Gestaltet hat dieses Cover der Künstler Lukas Pusch, der damit „Ängste und Vorurteile unserer Zeit“ thematisieren will. Die Presse legt dazu auch Originalgrafiken auf, die vom Künstler signiert sind. Bleibt die Frage: Ist es wirklich Aufgabe einer „Kirchenzeitung“, Allah hochleben zu lassen?  Wer weiß, ob der Arbeitgeber mit Fleischhackers neuestem Coup eine Freude hat?

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