Tirol-Kommers: Geht s noch tiefer, liebe Journalisten?

Die mediale Hetzkampagne gegen den waffenstudentischen Tirol-Kommers am Samstag war ja schon im Vorfeld beachtlich. Doch die "Tiroler Tageszeitung" kann noch tiefer: Das Bekenntnis zu Südtirol wird zum Hitlergruß umgeschrieben.

Schöner als der TT-Journalist Matthias Christler kann man fehlende historische Bildung nicht mehr offenbaren. Wenn beim Südtrioler Trutzlied einige Kommers-Teilnehmer durch die erhobenen Schwurfinger ihre Treue zu Südtirol bekunden, erkennt der ambitionierte, aber ahnungslose Journalist den Hitler-Gruß. Jeder bilde sich anhand der Vergrößerung selbst sein Urteil:

Eine schlimmere Beleidigung für Verfechter eines geeinten Tirol ist nicht vorstellbar, war es doch Hitler der 1939 durch das Abkommen mit Mussolini den Verbleib Südtirols bei Italien bestätigte. Dass diese Beleidigung auch noch der Redaktion einer Tiroler Zeitung entstammt, wo diese Zusammenhänge bekannt sein müssten, legt den Verdacht nahe, dass die Falschinformation absichtlich verbreitet wird.

Kaum besser gebärden sich der ORF und die meisten anderen Zeitungen beim Abschreiben des TT-Märchens. Dabei hätte der ORF nur ins Archiv schauen müssen. Zumindest 1994 haben die Journalisten dort die Schwurhände beim Südtrioler Trutzlied noch richtig gedeutet in ihrem Beitrag für den Inlandsreport (ab 3.50 Minuten).

Gibt es in Österreich eigentlich noch Mindest-Anforderungen an die Bildung eines Politik-Journalisten?

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