Viktor Adler: SPÖ-Gründervater fällt bei den Roten in Ungnade

Am heutigen 24. Juni jährt sich zum 157. Mal die Geburt von Viktor Adler, dem großen Gründervater der österreichischen Sozialdemokratie. Die Roten von heute können mit dem stets heimatbewussten Burschenschafter nicht mehr viel anfangen. Umgekehrt wäre es wohl nicht anders.

Viktor Adler war die erste Integrationsfigur der ursprünglich zerstrittenen österreichichischen Arbeiterbewegung. Mit viel Geschick einigte er die verschiedenen Strömungen von Radikalen bis zu Reformisten am Hainfelder Parteitag zur Jahreswende 1888/89 zur Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, deren erster Vorsitzender er wurde.

Durch seine heimatverbundene Einstellung und sein unermüdliches Eintreten für die Rechte der sozial Schwachen würde sich Viktor Adler heute in der sozialen Heimatpartei FPÖ wohler fühlen als in der von den wahren Problemem der Bürger entfremdeten SPÖ. Für die rote Studentenfraktion VSStÖ ist Adler wegen seiner Zugehörigkeit zur Burschenschaft offenbar bereits ein Feindbild. In einem Hetzartikel gegen Burschenschaften heißt es: "Bei den übrigen dauernd angeführten korporierten Alibijuden handelt es sich meist um Konvertiten (z. B. Viktor Adler) und/oder Antisemiten (z. B. Ferdinand Lassalle)."

Martin Graf unterstrich zuletzt seine Verbundenheit mit Viktor Adler, indem er das Maskottchen von unzensuriert.at, den blauen Adler auf den Namen "Viktor" taufte. Ebenso wie der rote Strich als Hervorhebung jener Passagen, die anderswo vielleicht zensuriert würden, symbolisiert der freiheitsliebende "Viktor" die Berichterstattung auf unzensuriert.at und das unermüdliche Eintreten für die Wahrung der Grund- und Freiheitsrechte wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit.

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