Der verschlungene Weg zur Uni-Reform

Das Reformvorhaben war längst bekannt, doch um die Umsetzung wurde ein großes Geheimnis gemacht. Bei der Reform des Universitätsgesetzes wollte sich Wissenschaftsminister Hahn von keinem dreinreden lassen, ja nicht einmal den Rat der betroffenen und zweifellos auch sachverständigen Personengruppen einholen.

Dennoch blieb eine Diskussion nicht aus, leider zum Teil nicht an den Fakten orientiert. Zunächst tauchte ein mysteriöser Entwurf auf, der sich im nachhinein als falsch herausstellte, aber in der Endphase des Wahlkampfs in der Österreichischen Hochschülerschaft hohe Wellen schlug. Dann befand es Minister Hahn als wichtiger, einmal die Presse zu informieren, anstatt dem Parlament den Reformentwurf endlich zu übermitteln. Immerhin sickerten erste Details der echten Vorhaben durch. Jetzt steht nach dem Beschluss im Ministerrat der komplette Reformentwurf endlich auf der Webseite des Ministerium zum Download.

Am Montag kommt der Reformentwurf in den parlamentarischen Wissenschaftsausschuss, dessen Vorsitzender Martin Graf auf Korrekturen hofft. Seine Hauptkritikpunkte sind der massive Eingriff in die erst jüngst gewährte Autonomie der Universitäten sowie eine drohende Verlängerung der Studienzeit durch die Eingangsphasen. Eine detaillierte inhaltliche Bewertung des Reformentwurfs veröffentlicht Unzensuriert.at am Montag. 

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