Kiffen statt Frau-Sein – Die neuesten Erkenntnisse der jungen Grünen

BarbieSchon allein durch seinen Namen suggeriert der grüne Studentenzusammenschluss GRAS, dass für ihn Staat und Gesetz hinter den eigenen, aufrührerischen "Idealen" zurückstehen müssen. Unter anderem satteln die Aktivisten zum Kampf für Gleichberechtigung und Feminismus – indem sie ihre Interessenten zum Kiffen auffordern. "tüten rollen statt geschlechterrollen" prangt in internationalisierter Kleinschreibung auf einem Päckchen von Papprechtecken, deren einzig möglicher Verwendungszweck die Filterung einer Cannabiszigarette ist. Dem so benebelten Publikum werden daraufhin in einigen Flyern die bereits seit Jahren ausgelutschten "neuesten" Erkenntnisse der Feministen entgegengeblökt – nicht ohne den Lesefluss bei jeglicher Art der Personenbezeichnung auf kreativeste Weise zu unterbrechen.

 

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Die Botschaft hat so viel Inhalt, wie das Trägermaterial
vermuten lässt.

Dabei führt die Internetadresse fem.gras.at, die neben dem Teufelshörner tragenden, verzerrten Zeichen der Weiblichkeit als einzige Information auf den Kifferutensilien zu finden ist, nicht einmal wie suggeriert auf den Feminismus-Abschnitt der GRAS-Seite. Stattdessen bekommt der interessierte Feminist einen veralteten Artikel aus dem Jahr 2007 auf den Bildschirm. Es bleibt zu hoffen, dass die Websitebenutzer noch nicht so vernebelt wie die Werbeträgerdesigner sind und den Link zum Feminismus von selbst finden.

Ist man endlich auf der Webpräsenz der GRASfem angekommen, findet man dort nur das übliche Gesudere darüber, wie man als Frau im heutigen Österreich offenbar nur durch ständiges Herausplärren einerseits des eigenen Geschlechts, andererseits der Irrelevanz des eigenen Geschlechtes zu Erfolg – nein: zu einem zufriedenen und glücklichen Leben – kommen kann. Dass Glück und Erfolg von der eigenen positiven Sichtweise des Lebens abhängen, ignorieren die Berufsdemonstranten natürlich so gekonnt wie eh und je.

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Desweiteren findet sich im Reportoire der Geschlechterkämpfer ein Notizblock – jede Seite mit der falsch verlinkten Web-Adresse bedruckt -, dessen Titelblatt eine Barbiepuppe ziert. Diese ist in ein hübsches Kleidchen gehüllt und offenbar gerade damit beschäftigt, sich an ihrem Herd aus den grundlegensten Zutaten ein schmackhaftes Mahl zuzubereiten. An ihrem Herd? Das kann nur abwertend gemeint sein. Wer sich im 21. Jahrhundert sein Essen nicht in konservierungsmittelüberladenen Fertigpackungen aufwärmt oder gleich am Pizzastand abholt, muss schließlich unterdrückt und rückständig sein. Jedenfalls fragt die kochende Puppe den Betrachter mit ihrem zauberhaften Lächeln "Ist dir Feminismus nicht peinlich?" Diese ausgesprochen gewitzte Ironie, die die Krieger des Feminismus hier zubereitet haben, verfehlt ihre Wirkung leider völlig, betrachtet man weder schicke Kleidung noch die eigenständige Zubereitung der eigenen Nahrung bereits als peinlich.

Neue Darstellungen, selber Inhalt, Fortschritt gleich Null – denn es wird immer Menschen geben, die sich zu ihrem Geschlecht bekennen. Und dass die Tendenz dazu, bestehende Strukturen (bzw. Gesetze) zu zerschlagen, in völliger Vernichtung endet, wird irgendwann auch dem letzten Querulanten klar werden.

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