DÖW-Diffamierung von Studentenverbindungen und FPÖ hat System

Liest man auf der Webseite des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands (DÖW) die Rubrik "Neues von ganz rechts" , bekommt man leicht den Eindruck, in diesem Land würde es nur so von Rechtsradikalen wimmeln. Dabei ist es das offensichtliche Ziel dieser Rubrik, möglichst viele Namen zu nennen, vor allem solche freiheitlicher Politiker, und damit den Anschein zu erwecken, sie stünden im rechten Eck. Der freiheitliche Nationalratsabgeordnete und Jugendsprecher Christian Höbart kam in den DÖW-Neuigkeiten im Juni 2009 zu der zweifelhaften Ehre, weil er die von der Sozialistischen Jugend organisierte Hetzjagd auf Burschenschaften in Wien unter dem Titel "Weg mit rechten Nachbarn" verurteilt hat. Höbart antwortete mit einem Brief ans DÖW, den wir hier gerne veröffentlichen. Erster Erfolg: Die falsche Bezeichnung seiner Burschenschaft wurde von den Rechts-Beobachtern mittlerweile korrigiert.

Sehr geehrte Damen und Herren des DÖW – „Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes“!

Vor kurzem musste ich feststellen, dass Sie auf Ihrer Heimseite unter „Neues von ganz rechts – Juni 2009“ einmal mehr schlecht recherchiert haben. Ich bin nämlich ,Alter Herr‘ der pcB! Tauriska zu Baden und nicht Tauriskia zu Klagenfurt, aber ein i mehr oder weniger, Baden oder Klagenfurt. ganz egal, Hauptsache, Sie haben Ihren Spaß bei der Diffamierung lupenreiner Demokraten und mit der Verbreitung von Halb- und Unwahrheiten.

An Wunder glaube ich nicht, daher für mich auch kaum verwunderlich, dass Sie ständig versuchen, Objektivität durch Ihre purpurrote DÖW-Brille zu zerstreuen und Sie in ja fast schon paranoiden Zügen versuchen, Andersdenkende mit der Faschismuskeule zu penetrieren und hinter jeder Ecke einen Nazi vermuten.Sie wissen ganz genau, dass Burschenschaften wesentliche Teile der Freiheit und Demokratie miterrungen und damit geprägt haben und dass man diese Lebensbünde nicht für mögliches Fehlverhalten einzelner Personen in die Sippenhaftung nehmen kann.

Für Sie ist es offensichtlich in Ordnung, dass die Sozialistische Jugend unter Mitwirkung Ihres „Burschenschafter-Spezialisten“ Heribert Schiedl zur "Burschenschafter-Safari“ bläst, wo man ja mit etwas Glück sogar „Burschis in freier Wildbahn“ antreffen kann. um diese „Gestalten“ vielleicht sogar jagen zu können? Wo man sich vielleicht sogar mal deren Buden vorknöpfen könnte?  Wo im letzten Absatz für eine „Josefstadt ohne Nazis und Burschenschafter“ geworben wird? Nazis.Burschenschafter.

Eigentlich unfassbar, aber so steht es halt nun mal um unsere vielzitierte Demokratie!

„Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden" sagte Rosa Luxemburg, wobei das Problem der heutigen Linken und auch von Ihrem Institut darin liegt, dass sie immer nur sich selbst als Andersdenkende sehen. Deshalb nehmen sie sich auch die "Freiheit" heraus und kämpfen gegen die Meinungs- und die Versammlungsfreiheit anderer unter dem Deckmantel des antifaschistischen Widerstandes. Hobbyrevolutionäre, Alpinkommunisten, Friedensaktivisten und andere Linksbewegte ballen, nachdem sie zu Mittag von Mutti ordentlich gefüttert wurden, am bend die Fäuste und fühlen sich dabei sehr fortschrittlich. Hunger und Existenzängste haben diese Wohlstandskinder noch nie kennenlernen müssen. Deshalb ist es geradezu ein Anachronismus, wenn 20 Jahre nach dem Fall des "antifaschistischen Schutzwalls" der DDR noch Menschen für eine Ideologie eintreten, die mitten im tiefsten Frieden an ihrer eigenen Unfähigkeit und Unzulänglichkeit erbärmlich und ruhmlos zugrunde gegangen ist.
 
Den Höhepunkt der europäischen Geisteshaltung in Sachen Freiheit drückte Voltaire aus, als er zu Jean-Jacques Rousseau sagte: "Ich verabscheue zwar, was du sagst, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, damit du es sagen darfst." In diesem Geiste ist die Urburschenschaft zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden und hat die Begriffe Ehre, Freiheit und Vaterland auf  ihre Fahnen geschrieben. Diese Werte halten die Burschenschaften noch heute hoch und nur verwirrte Geister können darin etwas Schlechtes sehen. Aber wer wie unter anderem die Grüne Jugend "Heimat im Herzen, Scheiße im Hirn" schreibt, kann mit Ehre, Freiheit, Vaterland wahrscheinlich wirklich nichts anfangen.

Das sei ihnen auch unbenommen. Wenn solche Geister sich jedoch anmaßen, Andersdenkenden die Grund- und Freiheitsrechte zu beschneiden, ist die Politik gefordert, zum einen die Grund- und Freiheitsrechte in unserer Republik zu verteidigen und zum anderen jenen die grundlegenden demokratischen Spielregeln beizubringen, welche diese – trotz Schule und Studium – bis jetzt noch nicht erfahren oder vielmehr begriffen haben.

Mit freiheitlichen Grüssen,
Christian Höbart

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