Androsch-Kampagne lässt keine Überparteilichkeit erwarten

LogoWohl nur für eingefleischte Werbefachleute und/oder Linke interessant gewesen sein dürfte, was in der heutigen Pressekonferenz zum Bildungsvolksbegehren des (selbst abwesenden) Hannes Androsch verraten wurde. So wurde mit Ausnahme der Ankündigung, dass die Initiative unter dem Slogan "Österreich darf nicht sitzenbleiben" von Werbe-Doyen Mariusz Demner betreut werde, "die selbe alte Platte gespielt": Sowohl Beppo Mauhart als auch Werbeprofi Demner bemühten sich zu unterstreichen, dass es sich bei ihrem Vorhaben um eine "überparteiliche" Initiative handle, die allseits auf "großes Interesse" gestoßen sei und um eine "Frage, die alle eint". Beim Betrachten des Logos fühlt man sich freilich eher erinnert an einen Roten, der sich durch Flucht aus seiner Verantwortung stiehlt.

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Ein Roter auf der Flucht: Hannes Androsch war heute gar nicht dabei,
als das Logo seines Bildungs-Volksbegehrens präsentiert wurde.
Foto: Unzensuriert.at

Schenkt man ersten durchgesickerten Medienberichten Glauben, so findet sich unter den Forderungen des Bildungsvolksbegehrens auch diejenige nach einer Gesamtschule aller 10- bis 14-jährigen. Was angesichts dessen von Schlagwörtern wie "überparteilich" tatsächlich zu halten ist, davon kann sich jeder und jede selbst ein Bild machen – widerspricht der Text damit doch immerhin 52 % aller Wähler. Somit muss den Demner-Schlagwörtern "einfach – einfallsreich – eindringlich" die Trias "Einheitsbrei – einfältig – aufdringlich" entgegengesetzt werden. Bezeichnenderweise für die sich abzeichnende Dynamik folgten der Aufforderung Mariusz Demners, nicht sitzenzubleiben sondern aufzustehen, nur eine Handvoll Journalisten.

Kampagne kostet mindstens zwei Millionen

Keine Auskunft geben konnte man auf die Frage, wie viel die Kampagne nun tatsächlich kosten würde. Hannes Androsch hatte ja bereits im vergangenen Dezember von 2 Mio. Euro für eine gute Kampagne gesprochen. Dieser Betrag wurde von Mauhart heute als "Untergrenze" bezeichnet.

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Zu erwarten ist nämlich – was auch Androsch-Zwilling Beppo Mauhart in einem Nebensatz erwähnt hat –, dass das Volksbegehren ein "Wahlkampf" sein wird, und zwar zur Unterstützung der SPÖ. Die inhaltlich flachbrüstigen Grünen biedern sich im Vorfeld an, um Positionen, die unter den Linken Konsens sind, als eigene Ideen zu verkaufen. So können auch sie am Tag der Verkündung des endgültigen Volksbegehrens-Textes an einem Medien-Hoch mitnaschen, das ebenso auch ohne sie stattfinden würde.

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