Serbische Amtssprache in O?sterreich fu?r „FPO?-Serben“ kein Thema

Mit einer Novellierung des Volksgruppengesetzes voriges Jahr wurde den seit 1964 eingewanderten Gastarbeitergruppen Tü?r und Tor geo?ffnet, sich mit den angestammten Minderheiten wie Ka?rntner Slowenen oder burgenla?ndischen Kroaten gleichstellen zu ko?nnen. Die Konsequenzen wä?ren weitreichend. Das Jungmigranten-Magazin „biber“ ero?ffnete mittels Interviews mit dem serbischen Botschafter die Diskussion („Serbisch als Amtssprache ist denkbar“). Die in der FPO? aktiven Serbischsta?mmigen wiesen diesen Vorstoß, der der Integration und dem harmonischen Zusammenleben zuwiderla?uft, in aller Deutlichkeit zuru?ck.

Die Gleichstellung der Migranten mit den autochthonen Minderheiten, die schon seit Jahrhunderten in ihren Regionen leben, wü?rde O?sterreich in ein konflikttra?chtiges und teures Chaos stu?rzen. Das schwammige Kriterium, dass eine Migranten-Community nur „seit einigen Generationen“ hier leben mü?sse, kö?nnte man mit der Enkel-Generation der ersten Gastarbeiter bereits als erfü?llt betrachten. Das heißt, dass Migranten rechtlich auf eigene Schulen, auf die Verwendung ihrer Muttersprache bei A?mtern und in jenen Gemeinden, in denen sie einen Anteil von 10 Prozent erreichen, auf zweisprachige Ortstafeln und sonstige Aufschriften pochen ko?nnten.

Schulen und Ortstafeln für große Migrantengruppen?

In der Praxis stu?nde uns also folgendes bevor: Der o?sterreichische Steuerzahler mu?sste hunderte muttersprachliche Schulen in Wien finanzieren. In Rheintalgemeinden mit hohem (und weiter steigendem) tu?rkischen Bevo?lkerungsanteil du?rfte man nach Schaffung tu?rkischer Namen eine zweisprachige Ortstafel nicht verweigern. Und in ganz O?sterreich ha?tte bei jedem Bezirksgericht der angeklagte Pakistani das Recht, eine Verhandlungsfu?hrung in Urdu zu verlangen.

Unter der SP-Bundeskanzlerschaft will man trotz zunehmenden Pflegenotstandes die Wehrpflicht und damit den Zivildienst abschaffen sowie dem Bildungsverfall ausgerechnet durch eine Gesamtschule und der Abschaffung des Sitzenbleibens begegnen. Die wahnwitzige Novellierung des Volksgruppengesetzes darf daher eigentlich gar nicht u?berraschen, zeugt aber zweifellos von einem Todestrieb.

Freiheitliche Serbischsta?mmige (seit der Wien-Wahl 2010 gibt es in Favoriten, Meidling, Simmering und Brigittenau serbischsta?mmige FPO?-Bezirksra?te) halten davon jedenfalls nichts. Luka Markovic aus Meidling ist es wichtig, zu betonen, dass man sich nicht als „Serbe“, sondern als „O?sterreicher mit serbischen Wurzeln“ sehe. Er weist auch darauf hin, dass der serbische Botschafter in O?sterreich Milovan Bozenovic bestritt, die Aussage zur Amtssprache so geta?tigt zu haben. Markovic fu?hrte die Interview-Aktion im „biber“ vor allem darauf zuru?ck, dass in dessen Redaktion bosnische Muslime dominieren wu?rden, die einen Hang dazu ha?tten, zu provozieren und Unfrieden zu stiften.

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