Mittelstandsfinanzierung nur zu Wucherzinsen

1. März 2011 - 10:11

BildDer Mittelstand ist der Leistungsträger unserer Wirtschaft. Doch gerade dieser wird systematisch ausgedünnt. Das gilt für Private genauso wie für Betriebe. Klein- und mittelständische Unternehmen wurde von der Wirtschaftskrise besonders getroffen.

Österreichs Betriebe haben traditionell eine im internationalen Vergleich dünne Eigenkapitaldecke aufzuweisen. Das erschwert Investitionen und wenn sie erfreulicherweise getätigt werden, dann in den meisten Fällen auf Kredit.

Geld nur gegen Wucherzinsen

Dem Bankensektor kommt die Rolle zu, benötigte Liquidität zur Verfügung zu stellen und so die Wirtschaft zu unterstützen. Doch vor dieser volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verantwortung drücken sich Österreich Institute zusehends. Die Regierung verabschiedete ein 100 Milliarden Euro schweres Rettungspaket, wovon rund 35 Milliarden auch tatsächlich ausgeschüttet wurden. Die Kosten dafür trägt der Steuerzahler. Anstatt dieses Geld in die österreichische Wirtschaft zu pumpen und die Konjunktur anzukurbeln, wurde es entweder zur Eigenkapitalstärkung einbehalten, in Wertpapiere gesteckt oder im Ausland investiert. Banken wälzten ihre aus Profitgier resultierenden Verluste auf die Gesellschaft ab, sie wurden einfach sozialisiert.

Banken gängeln Mittelstand

 

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Matthias Krenn kämpft für den Mittelstand und gegen Wucherzinsen.
Foto: RfW

Wer sich dafür Solidarität mit unserer Bevölkerung und Österreichs Betrieben erwartet, der ist auf dem falschen Dampfer. Man ist einfach "too big to fail", wie es der Generaldirektor der Erste Group, Andreas Treichl, formulierte. Die Gesetze der Marktwirtschaft kommen nicht mehr zur Geltung. Während Bankmanager üppige Boni einstecken, wird Geld nur gegen Wucherzinsen an Wirtschaftstreibende verleihen, die anziehende Konjunktur wird künstlich gebremst und vielleicht abgewürgt. "60 Prozent der Investitionen in Österreich sind bankenfinanziert. Damit liegen wir deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 45 Prozent. Die Kreditaufnahme wird den heimischen Unternehmern dabei massiv erschwert, wenn nicht sogar unmöglich gemacht", kritisiert Matthias Krenn, Landesobmann des Rings freiheitlicher Wirtschaftstreibender Kärnten.

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Die Regierung blockierte alle Initiativen, den Erhalt von Geldern aus dem hochdotierten Bankenhilfspaket an Bedingungen zu knüpfen. Die Rechnung dafür bezahlt jetzt unsere Wirtschaft und die heimische Bankenlandschaft blüht. Wessen Interessen die rotschwarze Regierungsbank auch vertritt, die des Mittelstandes sind es nicht.

wandere aus, solange es noch geht

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