Gendern soll Buben in Mädchenkleidern salonfähig machen

Die politisch korrekte Gesellschaft legt größten Wert auf Gendern (phonetisch: Tschendern), zu deutsch "vergeschlechtlichen." Die Palette reicht vom berüchtigten Binnen-I über gendergerechte Spielplätze und gendergerechte WC-Anlagen bis hin zu gendergerechten Verkehrsschildern. Aus dem Gendern ist bereits ein ganzer Wissenschaftszweig hervorgegangen – die Genderforschung.

Auch in den meisten Universitäts-Studiengängen entkommt man dem Genderwahn nicht mehr. So wird bei den Sportwissenschaften etwa „Geschlechtersensibles Unterrichten bei Mädchen und Buben“ gelehrt. In der Orientalistik gibt es dazu: „Gender Studies zur islamischen Welt.“ Im Rahmen einer Vortragsreihe der Universität Wien zur Genderforschung war nun das Thema Schule an der Reihe. Genauer Titel: "Reflexive Koedukation – eine Standortbestimmung." Es geht also darum, ob Mädchen und Jungen gemeinsam unterrichtet werden sollen. Unzensuriert.at war bei dieser Realsatire dabei.

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Vortragende war die diplomierte Psychologin Univ.-Prof.in Hannelore Faulstich-Wieland. Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen so bedeutende Themen wie "Soziale Konstruktion von Geschlecht in schulischen Interaktionen" oder "Geschlechtergerechter naturwissenschaftlicher Unterricht in der Sekundarstufe".

Gemeinsamer Unterricht – oder doch nicht?

Klassenzimmer

Klassenzimmer

Wann sollen Mädchen und Jungen gemeinsam unterrichtet werden?
Foto:Klasse9a-projekt / Wikimedia

Die Schulpsychologie scheint vor einem großen selbstproduzierten Dilemma zu stehen. Einerseits fordert man mit der Gesamtschule, dass ungeachtet ihrer Intelligenz und Fähigkeiten alle Gleichaltrigen einen gemeinsamen Unterricht genießen sollen, andererseits ist man sich unter den GenderforscherInnen aber uneinig, ob dies auch immer für Mädchen und Jungs gelten soll. Daraus ergeben sich dann so gewichtige Fragen wie: "Was kann Geschlechtergerechtigkeit oder Gendersensibilität meinen und ist sie in koedukativen Settings erreichbar?"

Zwei- oder Dreigeschlechtlichkeit?

Eine zentrale Schwierigkeit sieht die Frau Professorin jedoch im Finden einer Antwort auf die Frage, welche Bedeutung der Zweigeschlechtlichkeit in unserer Gesellschaft zukommen sollte. Wobei eigentlich ein Abgehen von der Zweigeschlechtlichkeit zu überlegen wäre, weil es gibt ja auch die Transgender.

In einem über einstündigen Redeschwall in PsychologInnensprech ging Frau Faulstich-Wieland auf diverse Theorien ein, die so wichtige theoretische Erkenntnisse lieferten wie "Relationalität braucht keine Inhalte" oder "Einschreibung in Körper sorgt für Natürlichkeit" und kam zu erhellenden Schlussfolgerungen, wonach Mädchen und Jungen in gewissen Altersklassen Berührungsängste haben und lieber unter ihresgleichen bleiben und man in seiner Betrachtungsweise das Kind nicht alleine auf das Geschlecht reduzieren soll. Wer hätte das gedacht?

In der anschließenden Diskussion zeigte sich eine Zuhörerin, die ihre Söhne mit Mädchenkleidern in die Schule schickte, darüber irritiert, dass dies von deren Mitschülern seltsam gefunden wurde. In der Gewissheit, Wesentliches dazugelernt zu haben, verließ der Unzensuriert-Redakteur die Veranstaltung.

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