Uni in Asuncion: Modernes Bildungszentrum mit Spital

Universität AsuncionWissenschaft und Forschung sind die Kernbereiche, mit denen sich der Dritte Parlamentspräsident Martin Graf als Vorsitzender des Wissenschaftsausschusses im Parlament und der Nationalratsabgeordnete Gerhard Deimek als Technologiesprecher der FPÖ im Nationalrat beschäftigen. Daher freuten sich beide auf den Besuch bei der Nationalen Universität im Rahmen der zehntägigen Paraguay-Reise, an der Politiker und Vertreter aus der Wirtschaft teilnehmen.

Universität Asuncion

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Rektor Gonzales, Dienstherr von 6000 Beschäftigten, empängt Martin Graf
und die österreichische Delegation.
Foto: Unzensuriert.at

Vermutet hatte man eher eine Provinz-Hochschule, aber was Rektor Pedro Gerardo Gonzales, ein Agrar-Ingenieur, der Delegation vorstellte, war beeindruckend: Die größte Uni des Landes in der Hauptstadt Asunción hat 41.000 Studenten, denen 70 Studienrichtungen angeboten werden. Der Grund für die hohe Anzahl an Beschäftigten – hier arbeiten 6000 Menschen – ist ein Spital, das sich auf dem Campus befindet und von der Universität betrieben wird.

Wie in Paraguay alle staatlichen Einrichtungen kämpft Gonzales mit der Finanzierung der Hochschule. 80 Prozent des Aufwandes deckt die Öffentlichkeit, 20 Prozent müssen mit Einschreibgebühren und den Verkauf von Dienstleistungen hereingebracht werden. Dazu kommt noch, dass es in Paraguay 45 private Universitäten gibt, die Konkurrenz machen, aber nicht immer halten, was sie versprechen. Ein neues Gesetz soll da bald Abhilfe schaffen. Privaten soll es nicht mehr so leicht gemacht werden, eine Hochschule aufzumachen.

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Sprachbarrieren wären bislang der Hauptgrund gewesen, warum nicht mehr österreichische Studenten nach Paraguay kommen. Doch die beiden EU-Programme Erasmus Mundus und Alpha hätten zu vermehrtem Austausch von Studenten geführt, aus Graz waren einige dabei. Die Sprachbarrieren möchte Rektor Gonzales so gut wie möglich abbauen, weshalb man an seiner Uni jetzt auch Germanistik studieren kann.

Graf und Deimek boten an, gemeinsame Projekte mit österreichischen Hochschulen zu unternehmen. Speziell ein Professor aus Salzburg hätte ein gesteigertes Interesse daran. Gonzales nahm dieses Angebot wohlwollend an und möchte bald zu konkreten Schritten kommen. 

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