Paraguay: 80 Prozent der Bevölkerung leben vom Staat

ocker, lustig und liebenswürdig war die Begegnung der Österreich-Delegation mit dem Präsidenten des Vizepräsidenten von Paraguay, Federico Franco. „Wir erachten uns als befreundete Länder“, sagte Franco, der zum Zeitpunkt des Trefferns mit den Österreichern wegen eines Auslandsaufenthalts von Präsident Lugo auch dessen Amtsgeschäfte führte, zu Beginn des Gesprächs.

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Der liberale Politiker hat nachgeforscht und freute sich, dass Delegationsleiter Martin Graf in Österreich seiner „Schwesterpartei“ angehöre. Freundschaftlich schüttelte er ihm die Hand. Noch mehr Begeisterung legte Franco an den Tag, als er herausfand, dass Graf  bei Hellas Kagran  auch Fußballpräsident ist. „Wissen Sie, wir sind hier alle fußballverrückt.“ Selbstzufrieden erzählte der Vizepräsident, dass Paraguay zwar ein armes Land sei, „doch wir kommen zurecht“. Den Grund für die Armut sah Franco darin, dass die Bevölkerung in Paraguay zu 80 Prozent vom Staat abhängig sei. Es gebe zu wenig Industrie, die Arbeitsplätze anbiete.

Ähnlich freundlich ging es dann auch bei Parlamentspräsident Oscar Gonzales Daher. Der Politiker war schon einmal bei einem Drogenkongress in Wien, „jetzt hoffe ich auf eine offizielle Einladung nach Österreich“. Er wusste, dass Österreich in Sachen Umweltschutz eine Vorreiterrolle einnehme und über jenes Know-How verfüge, das Paraguay benötige, um ein hervorragendes Land zu werden. Er lud einmal mehr Investoren ein, nach Paraguay zu kommen. „Wir geben juristische, rechtliche und steuerliche Sicherheiten.“ Dass es aber auch eine Art Staatsgarantie für Investoren gibt, wollte er nicht bestätigen. Nur so viel: „Jede Investition wird von uns respektiert.“

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