Stadträtin Sima hat´s gern deftig

Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima macht ihren jährlichen Frühjahrsputz. Nein, sie reinigt nicht selbst. Und nochmals nein, sie räumt nicht mit den unglaublichen Zuständen bei der ihr unterstellten Magistratsabteilung 48 auf. Unzensuriert.at berichtete bereits über: Wer besoffen war, soll frei bekommen, Bedienstete mit Nebenjob als Bordellbetreiber und Racheakt – Mitarbeiter zum Straßenkehren degradiert. Dazu hat sich Sima bisher nicht öffentlich geäußert, dafür hat sie wieder eine Plakatkampagne gestartet.

Schon 2009 hatte sie ihre Affinität zur Fäkalsprache demonstriert und einen Geldscheisser plakatiert. Für erheblich mehr Rauschen im Blätterwald sorgt nun die Abbildung echter Fäkalien in einer Glaskugel. Diese Krönung der Plakatkunst hat selbst beim Wiener Bürgermeister für indigniertes Naserümpfen gesorgt. Der Weinkenner und mit Gourmetauszeichnungen dekorierte Feinspitz Häupl hat zwar eine Schwäche für niveaulose Äußerungen, aber die wienweit affichierte Fäkalie scheint ihm doch etwas den Appetit verdorben zu haben.

Doch was will uns denn die Frau Stadträtin so eindringlich mitteilen? Soll der Hundehaufen gar ein zarter Hinweis auf die bisherige Leistung der rot-grünen Stadtregierung sein? Oder will sie so manchem Wiener aus der Seele sprechen: Mir stinkts! Naheliegender ist aber, dass der bisher im Verborgenen blühende Spross alten sozialistischen Politadels endlich auch einmal Schlagzeilen machen wollte, um von der grauen Maus vielleicht doch noch zum bunten Schmetterling zu mutieren.

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