SPÖ-Günstling Nazar spielt im Film den Gangster-Rapper

Der Doku-Film „Schwarzkopf“ des bis dato weithin unbekannten Filmemachers Arman T. Riahis ist der österreichischen Rapszene und insbesondere dem Rapper Nazar gewidmet. Nazar, der selbst wie der Filmemacher iranischer Herkunft ist, kam als Flüchtling nach Österreich, wo er Aufnahme in unsere Gesellschaft sowie in unser Sozialsystem gefunden hat.

Der Film selbst beginnt mit der Entlassung Nazars aus dem Gefängnis, wo der SPÖ-Rapper gerade fünf Wochen in Untersuchungshaft gesessen hat. Inhaltlich dreht sich dieses eher vulgäre Werk um die tendenziell (klein-)kriminelle Rapszene in Österreich. Nazar besticht durch deftige Wortwahl, und kaum ein Satz wird nicht vom Gossenslang mit übelsten Schimpfworten beherrscht. Der Film lässt viel zu wenig kritische Distanz zu Gewalt und Terrorverherrlichung erkennen, kritisiert die Wiener Zeitung, während der ORF das Werk – wie könnte es anders sein – nahezu hymnisch anpreist.

Dass Nazar den anrüchigen "Gangsta" lediglich mimt, ist spätestens seit seinen Auftritten auf dem roten Teppich des Wiener Rathauses bekannt. Der Rapper liebt es, sich in der roten Polit-Schickeria mit dem spritzer-trinkenden Wiener Bürgermeister Häupl aufzuhalten und die noblen Buffets abzuräumen. Die Nähe zu Peko Baxant, dem Nachwuchsbonzen der SPÖ, dürfte Nazar auch dazu veranlasst haben, ein rührendes Interview anlässlich der Wiener Wahl zu gegeben, in dem er bekanntgibt, dass er – der sonst so politdistanzierte Künstler – Häupl wählen wird.

Aber das unselige Duo Baxant und Nazar kann auch anders, so zum Beispiel geschehen im Wiener Schmuddellokal Flex wo der Terror-Rapper Nazar, sich für seinen roten Geldgeber ordentlich ins Zeug legte. „Wir fi…. Strache“ schrie er minutenlang wie im Wahn ins Publikum, das er zuvor aufgefordert hatte, das ganze „Lied“ über die Mittelfinger in die Luft zu recken.

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Ähnlich gelagert war sein "Werk", in dem er den FPÖ Obmann bzw. dessen Mutter bedrohte und beschimpfte.

HC Heinz kuck uns an
HC Wir bereichern dein Land
HC Kuck ich spuck auf dein Verein
Und fick ich deine Mutter ist dein Blut auch wieder rein

Verfahren eingestellt – Ministerin erkennt keinen Aufruf zu Verbrechen

Was dem Rapper eine Strafanzeige wegen des Verdachts der gefährlichen Drohung, Verhetzung, üblen Nachrede, der Beleidigung sowie der Aufforderung zu mit Strafe bedrohter Handlung einbrachte. Dieses Verfahren ist jedoch, wie Justizministerin Bandion-Ortner nun mitteilte, eingestellt worden. Die Einstellung erfolgte, weil kein tatsächlicher Grund zur weiteren Verfolgung bestehe. Bandion-Ortner in der Anfragebeantwortung wörtlich: „Die Frage geht insoweit ins Leere, als nach dem mir vorliegenden Text des Rap 'HC' ein Aufruf zu Verbrechen und Vergehen, insbesondere zu Eingriffen in die körperliche Integrität der Mutter des FPÖ-Obmannes, nicht zu erkennen ist.“ Wahrscheinlich muss Nazar – oder einer seiner Fans – seine Drohungen erst wahr machen, damit sich in der österreichischen Justiz etwas bewegt.

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