Fleurop liefert keine Blumen mehr an Konservative

 Kranz„Tue Gutes, indem Du böse zu Rechten bist“ – Der weltweit führende Blumenvermittlungsservice Fleurop hat sich das Motto der Gutmenschen zu Herzen genommen und weigert sich in Deutschland, Konservative mit Blumen und Kränzen zu beliefern.

Die Deutschen Konservativen e.V. sind ein Verein, der sich zunächst innerhalb der Unionsparteien CDU und CSU entwickelt hat. Der Zug der Union nach links insbesondere unter Angela Merkel bringt es mit sich, dass die Gegensätze zwischen den Konservativen und ihren Mutterparteien deutlicher werden. Ihre Grundsätze fassen sie so zusammen: „Wir Konservative achten die Freiheit der Bürger. Sozialismus ist menschenverachtend. Egal, ob roter oder brauner Sozialismus. Ebenso lehnen wir einen EU-Beitritt der Türkei kategorisch ab. Die EU und Deutschland wären damit finanziell und auch kulturell überfordert. Wir befürworten ein Europa der Vaterländer.“

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Fleurop beliefertKonservative nicht mehr mit Kränezn und Blumen.
Foto: thomaswanhoff / flickr

Der Verein ist über jeden Rechtsextremismus-Vorwurf meilenweit erhaben. Zu seinen Vorstandsmitgliedern zählte auch der kürzlich verstorbene Ivan Denes, ein Schriftsteller und Buchautor mit ungarisch-jüdischen Wurzeln, der zunächst in der NS-Zeit und dann vor allem auch unter dem kommunistischen Rumänien heftigen Repressalien ausgesetzt war. Wegen Kontakten in den Westen wurde er zu zwanzig Jahren Haft wegen Hochverrats verurteilt, von denen er sechs absaß, ehe er nach Israel ausreisen durfte.

Diesem Verein kündigte also Fleurop den Liefervertrag, ohne je eine Begründung dafür abzugeben. Auch Dritten gegenüber gibt man sich wenig auskunftsfreudig: „Empörten Anrufern, die sich nicht abschütteln ließen, wurden solche Antworten gegeben: Die Deutschen Konservativen haben selber den Liefervertrag aufgekündigt. Die Deutschen Konservativen haben die Rechnung nicht bezahlt. Das ist ein Missverständnis“, berichtet der Verein in der neuen Ausgabe seiner Zeitung und weist beides zurück. Auch Unzensuriert.at war mäßig erfolgreich. Bei jedem Gespräch wurde man entweder auf jemand anderen verwiesen oder abgewimmelt.  Auch E-Mails an die Presseabteilung blieben unbeantwortet.

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