Vinzi-Würstel: Das Ende eines Sozialprojektes

Vinzi WürstelstandStill und leise ließ bereits im Oktober 2010 der Vinzi Würstelstand am Nepomuk-Berger-Platz in Wien Ottakring zum letzten Mal den Rollbalken herunter. Mit viel Optimismus und Elan startete die Vinzi Gemeinschaft im März letzten Jahres ihr erstes derartiges Sozialprojekt, um Obdachlose wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Unzensuriert.at berichtete darüber.

Vinzi Würstelstand

Vinzi Würstelstand

Vinzi Würstel – das Ende einer guten Idee.
Foto: Unzensuriert.at

Groß war die Unterstützung seitens Politik und Lieferfirmen, und einige Zeit sah es so aus, als würde dieses Projekt klappen. Bei einem Lokalaugenschein war der Stand gut besucht und alle Beteiligten voller Tatendrang. Drei der ersten vier Protagonisten, denen der Würstelstand eine geregelten Beschäftigung bot, schafften auch den Absprung in ein neues Leben mit eigener Wohnung.

Laut Auskunft der Projektverantwortlichen, Frau Pöllheimer, wurde mit Fortdauer des Betriebes der Vinzi-Gemeinschaft allerdings bewusst, dass bedingt durch die hohen Lohnkosten die erzielten Erlöse nicht reichen, um den Würstelstand zumindest kostendeckend weiter zu führen. Speziell die langen Wintermonate ließen ein nicht zu finanzierendes Defizit erwarten. Auch eine am 9. September 2010 durch Univ.-Prof. Dr. Schnedlitz überreichte Spende von 5.000 Euro konnte das Sozialprojekt nicht retten, und im Oktober war die kurze Episode des ersten Wiener Sozial-Würstelstandes zu Ende. 

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