Spielplatz „Marillenalm“ soll einem ÖVP-Hotel weichen

Loyalität hat in der Politik oft einen hohen Preis. Die Wiener SPÖ schafft für die ÖVP die Möglichkeit, in Wien-Meidling ein monströses Hotel zu errichten – offenbar eine Art Vorauszahlung für die nach der Landtagswahl wohl dringend benötigte Unterstützung. Die SPÖ will einem Grundtausch zustimmen, der es den Schwarzen ermöglicht, dieses Hotel zu errichten. Dass dabei einer der schönsten naturbelassenen Spielplätze in ganz Wien – die "Marillenalm" am Grünen Berg – weichen muss, wird von Rot und Schwarz in Kauf genommen.

Das schwarze Hotel als Ergänzung der Parteiakademie folgt dem Motto "Klotzen statt Kleckern": 17 Meter hoch, 120 Zimmer mit Tiefgarage, Restaurant und eigener Autobuszufahrt. Die Kubatur beträgt rund 37.000 Kubikmeter, gebaut zur Gänze im bisherigen Grünland. Zusätzlich entledigt sich die ÖVP mit dem Grundtausch des von ihr seit Jahren nicht mehr gepflegten Springerparks, wo dann zwei Ersatzspielplätze für die Marillenalm entstehen sollen. Das Flair der Grünoase werden sie nicht ersetzen können.

Die Meidlinger FPÖ versucht, das Projekt noch zu verhindern und wirbt auf einer eigenen Internet-Seite um Unterzeichner für eine entsprechende Petition. Die Freiheitlichen sehen auch die SPÖ in der Pflicht, das  Monsterprojekt zu verhindern. Es könne nicht sein, dass Umweltstadträtin Sima und die für Umweltschutz zuständige Magistratsabteilung 22 dazu schweigen, kritisiert der Landtagsabgeordnete Herbert Madejski.

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