Die Integrationslüge: Warum Zuwanderung ohne Restriktion nicht funktionieren kann

Demographie und Politik sind zwei eng verwobene Felder, die unseren unmittelbaren Lebensbereich und unsere Zukunft bestimmen. Und obwohl das Verhältnis der beiden meist geheimnisvoll verwahrt bleibt, oftmals sogar geleugnet oder abgestritten wird, zeigt sich spätestens in den Interpretationen der demographischen Erhebungen die große Bedeutung. Parteien aller Farben versuchen in den Zahlen neue Prognosen zur Wohlstands-, Bildungs-, oder Kultursituation zu finden. Mehr oder weniger sachlich, meist nach herrschenden Dogmen und traditionellen Parteiparadigmen.

Dennoch lässt sich mit dem Versuch der Politik nach möglichst seriöser Interpretation ein historischer Vergleich ziehen. Schon im alten Rom wurden unter Kaiser Augustus Bevölkerungsschätzungen durchgeführt. Statistische Erhebungen sowie Aufbereitungen von Bevölkerungsdaten nahmen jedoch erst im 17. Jahrhundert ihren tatsächlichen Anlauf. Englische Arithmetiker versuchten anhand sozialer Sachverhalte wie Geburten, Todesfälle und Krankheiten ein Abbild des Verhaltens von Menschen zu generieren. Freilich bestanden die Versuche einer Gesellschaftsanalyse nicht ohne Einflüsse von Religion, Politik und Vorstellungen der herrschende Klasse. Während einige Forscher eine göttliche Ordnung für obligat hielten, orientierten sich andere an (politischen) Theorien wie Naturalismus oder Sozialismus.

Auch heute noch gilt die Demographie als Spielball für Profilierungen in der Parteienlandschaft. Ganz besonders wenn es um Migrationsströme und deren Auswirkungen geht. Sofort werden die Schützengräben bezogen und scharfe Wortsalven ausgeteilt. Besonders bekämpft werden im politischen Diskurs die Studien von Dr. Herwig Birg, einem deutschen Bevölkerungswissenschaftler, der sich intensiv mit Wohlfahrtsveränderungen aufgrund von Migration, mangelnden Geburten und Überalterung auseinandersetzt. Dabei darf sich Birg auch von linksextremen Zeitschriften als „wahnwitzig“ diskreditieren lassen. Doch sind die Interpretationen anhand eigener Berechnungen nach Daten des Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes in Deutschland wirklich nur Utopie? Oder gibt der gebürtige Banater Schwabe Birg nur längst vermutete Entwicklungen innerhalb der Gesellschaft wieder?

Fakt ist, dass in hoch entwickelten Volkswirtschaften eine ständige Produktivitätssteigerung stattfindet, die üblicherweise durch kontinuierliche Reproduktion weiter vorangetrieben wird. Was aber, wenn die notwendige soziale Reproduktion ausbleibt – wie es etwa seit vierzig Jahren in Deutschland geschieht? Eine niedrige Geburtenrate von 1,3 Kindern pro Frau steht der steigenden Produktivität und dem damit verbundenen hohen Pro-Kopf-Einkommen gegenüber. Wollten uns manche Gesellschaftstheoretiker und Politiker nicht immer wieder aufs Neue weismachen, mit steigendem Wohlstand gäbe es auch mehr Kinder? Mitnichten. Denn je höher das Pro-Kopf-Einkommen, desto höher die Kosten für die Frau und Familie, sich für ein Kind zu entscheiden. Opportunitätskosten bestimmen also unsere gesellschaftliche Zukunft. Die niedrige Geburtenrate führt zu einer kontinuierlichen Bevölkerungsschrumpfung. Diese soll, wenn es nach Ansicht von Linkspolitikern geht, mit Migranten ausgeglichen werden, um die wirtschaftliche Prosperität nicht zu gefährden.

In Deutschland hatten im Jahr 2007 über 15 Millionen Menschen einen Migrationshintergrund. Die meisten von ihnen stammen aus der Türkei, Polen, Russland und Italien. Demographisch unterscheiden sich die Migranten von der übrigen Bevölkerung durch das um zehn Jahre jüngere Durchschnittsalter und durch ihre höhere Geburtenrate, schreibt Birg in seinem Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf Basis des Mikrozensus 2007 des Statistischen Bundesamtes sowie eigener Berechnungen. Die kontinuierliche Zuwanderung nach Deutschland und die begleitende Überalterung der traditionellen Bevölkerung transformiert damit die Gesellschaft in einer nie dagewesenen Art und Weise.

Um den Wohlstand einer Gesellschaft sicherzustellen, muss sie ein gewisses Bildungsniveau mitbringen. Nicht jeder muss ein Akademiker sein, aber selbst das Gros der einfachen Arbeiter, die unsere Wirtschaft am Leben erhalten, benötigt eine fundierte Grundausbildung in Zeiten hochtechnologisierter Arbeitsprozesse. Von den selbständigen kleinen und mittleren Unternehmern ganz zu schweigen. Problematisch ist der Bildungsvergleich bei den Zuwanderern. Egal ob sie aus der Europäischen Union oder außerhalb Europas kommen, ihr Ausbildungsniveau ist wesentlich schlechter als das der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. Der Anteil von Personen ohne Schulabschluss ist bei Migranten beispielsweise fünf- bis siebenmal so hoch. Bei Türken und Afrikanern sind die Werte sogar extrem: 17,4 Prozent der Männer und 25,9 Prozent der Frauen haben keinen Schulabschluss.

Auch die Maturantenzahlen sind ähnlich deutlich. Auf hundert Personen ohne Abiturabschluss kommen in Deutschland unter Nicht-Migranten 1170 Menschen mit Abitur. Bei den Zuwanderern aus Europa kommen auf hundert Personen ohne Abitur lediglich 172 mit Matura, bei den Zuwanderern aus der Türkei sind es gar nur 28.

Die Zuwanderung aus außereuropäischen Ländern verringert das Bildungsniveau und damit auch das volkswirtschaftliche Wachstum, weil Bildung viel Geld verlangt. In Kombination mit der wachsende Überalterung der Bevölkerung, die ihrerseits wieder hohe Kosten für die soziale Absicherung der Senioren verursacht, entstehen dem Staat bedeutende Wohlfahrtsverluste. Und noch dazu kommt, dass die mangelnde (Berufs-)Ausbildung zu einer nicht geringen Arbeitslosigkeit führt, die mit staatlicher Wohlfahrt im Sinne von Arbeitslosenunterstützung kompensiert werden muss. Bei den Nicht-Migranten haben 12,3 Prozent der Männer und 23,1 Prozent der Frauen keinen Beruf, bei Migranten sind es 29,7 und 36,8 Prozent. Erneut auffallend ist die Gruppe der türkischen Zuwanderer. Hier sind sogar 48,2 Prozent der Männer und 58,6 Prozent der Frauen ohne Beruf. Das spiegelt sich natürlich auch bei den Sozialleistungen wieder. Hier führen die zugewanderten Türken mit ungefähr 27 Prozent, im Vergleich zu den Einheimischen 5 Prozent, die Sozialhilfe beziehen.

Hier lässt sich schließlich der demographische Irrtum durch linke Ideologien festhalten. Mit der Absenkung des beruflichen und schulischen Qualifikationsniveaus fallen das Pro-Kopf-Einkommen, die achstumsrate des Volkseinkommens und das Niveau des Wohlstandes. Und nicht nur das. Neben den wirtschaftlichen Auswirkungen verändert sich die Gesellschaft auch in kultureller, religiöser und politischer Hinsicht. Fundamentalistische Religionen und deren mitgebrachte Riten lassen sich im Gastland nicht einfach wie ein Mantel ablegen. Ein „drohender Kulturabbruch“ mit fatalen Folgen für die Souveränität eines jeden
Staates, wie ihn der deutsche Bevölkerungswissenschaftler Birg bezeichnet, ist daher fast nicht zu verhindern.

Es bedarf konsequenter Restriktionen in der Einwanderungspolitik, um den Wohlstandsverlust und all seine damit verbundenen negativen Folgen möglichst stark inbremsen zu können. Das beginnt einerseits mit neuer Familienpolitik und dem Maximalziel nach Erhöhung der Geburtenrate durch gewisse Bevorzugungen für Frauen und Familien im Berufsalltag. Und andererseits mit strengerer Kontrolle der Zuwanderung nach Bedarfskriterien und nachdrücklicher Einforderung unserer hier geltenden Gesetze, Traditionen und Werte.

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