ÖH-Sudibeisl verstößt gegen Gleichbehandlungsgesetz

StellenanzeigeWie sehr die ÖH nicht nur an den Interessen der Studenten, sondern auch an ihren eigenen Richtlinien vorbeischießt, wird in einer neuen, 400.000 Euro teuren Idee der linken Studentenvertreter deutlich: Ein „Studibeisl“ – zur „Förderung der Emanzipation von Studierenden“ – wurde errichtet und wird kommenden Samstag unter dem Namen „Café Rosa“ eröffnet. Für ihr feministisches Lokal sucht die ÖH noch üppig bezahlte Köche und Kellner, die allerdings bestimmte Vorraussetzungen mitbringen müssen.

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Bei ihrer eigenen Ausschreibung nimmt die ÖH das Gleichbehandlungsgesetz
nicht so genau. Dafür muss man reihenweise linke Werte vorweisen können.
Foto: Screenshot unijobs.at

Wer Koch, Kellner oder Küchengehilfe werden will (für die Putzkraft ist die Bedingung offenbar nicht gegeben), muss die Grundsätze des Vereins „Studibeisl“ akzeptieren. Ganz gemäß der linken Weltanschauung muss man sich dafür gegen einen ganzen Rattenschwanz an Einstellungen positionieren. Im Wortlaut wird verlangt, „basisdemokratisch, feministisch, antisexistisch, progressiv, antidiskriminierend, antirassistisch, emanzipatorisch, ökologisch-nachhaltig, antifaschistisch, antinationalistisch, antiklerikal, antipatriarchal, antiheteronormativ, antikapitalistisch und solidarisch“ zu sein.

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Dies ist für die ÖH jedoch ein Schuss ins Knie: Aufgrund des Gleichbehandlungsgesetz hat der Verein „Studibeisl“, der in diesem Fall als gewöhnlicher Arbeitgeber auftritt, Mitglieder verschiedener Religionen und Weltanschauungen gleich zu behandeln. Matthäus Metzler, Präsident des katholischen Österreichischen Cartellverbands (ÖCV), sieht die Forderung nach antiklerikalen Arbeitskräften eindeutig als Diskriminierung an und legte eine Beschwerde bei der Gleichbehandlungsanwaltschaft ein. Erneut haben sich die linken Weltverbesserer in ihren Forderungen und Ideologien verstrickt – doch diesmal wird der innere Widerspruch auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

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