Grüne gehen für Ring-Radweg über (Baum)-Leichen

BaummordWiens Bäume müssen sich jetzt schon vor den Grünen fürchten. Für ihr Prestige-Projekt des acht Millionen Euro teuren Ring-Radweges hat die Öko-Partei vor wenigen Tagen sogar die Kettensäge ausgepackt. Damit der künftige Radweg unterirdisch „durchtauchen“ kann, wurde nämlich bei der Rathauspark-Garage eine Silberlinde gefällt.

Baummord

Baummord

Für den teuren Ring-Radweg haben die Grünen die Kettensäge ausgepackt.
FPÖ-Politiker Mahdalik und Guggenbichler protestieren gegen den Baummord.
Foto: FPÖ

Um jedes noch so kleines Bäumchen haben die Grünen gekämpft, doch mit dem Einzug in die Wiener Machtzentrale verliert das Öko-Gedankengut offensichtlich an Bedeutung. Nicht einmal Grünspender sind jetzt noch tabu, wie der Baummord einer gesunden Linde zeigt: Ruckzuck war der kerngesunde Baum gefällt, so schnell konnte man gar nicht schauen. Da sind SPÖ und Grüne schnell, da ist der Baumschutz plötzlich egal. Der Radweg soll dabei auf der Abfahrt zur Garage unter dem Rathauspark gegen die Fahrtrichtung der Autos gebaut werden. „Das ist unsinnig und lebensgefährlich,“  kritisiert der Wiener FPÖ-Verkehrssprecher Toni Mahdalik. Dabei sei der bestehende Ring-Radweg in keiner Weise überlastet, die 8 Millionen Euro für das grüne „Herzeigeprojekt“ reine Steuergeldverschwendung. Trotzdem wollen die Grüne Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und Grün-Gemeinderat Christoph Chorherr ihr Vorhaben dorchboxen. Und wenn ein Baum im Weg steht, wird die Kettensäge ausgepackt. „Wenn’s um Klientelpolitik geht, ist den grünen Umweltschützern offenbar alles wurscht“, meint der Wiener FPÖ-Umweltsprecher Udo Guggenbichler und fordert das Aus für den umweltfeindlichen Radweg am Ring.

Sicherheitsbedenken der Wiener Linien

Jahrelang haben die Wiener Grünen auf den Ausbau des Ring-Radwegs gepocht. Dank der Wiener Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou steht die „Umweltpartei“ nun in der Innenstadt vor ihrem ersten verkehrstechnischen Großprojekt: Bis 2012 soll der Wiener Ring-Radweg ausgebaut werden und eine beidseitig und durchgehend befahrbare Außenstrecke bekommen.

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Die neuen Streckenteile werden in der ehemaligen Reitallee und auf den Nebenfahrbahnen angelegt. Auch auf dem Platz vor dem Parlament, der bisher Fußgängern vorbehalten war, dürfen künftig Radler unterwegs sein. Schwierige Punkte auf der geplanten Strecke sind allerdings die Kreuzung am Schwarzenbergplatz sowie die Bellaria bei der U-Bahn-Station Volkstheater. Bei Letzterer handle es sich um einen kritischen Knotenpunkt, wo es U-Bahnausgänge, Bus- und Straßenbahnhaltestellen und zahlreiche Fußgänger gibt. Die Wiener Linien äußerten bereits Sicherheitsbedenken.

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