Auch der Fußballrasen ist migrantische Spielwiese

HooligansDass Österreich ein Paradies für Schlitzohren aus aller Welt ist, hat sich längst herumgesprochen. Am Sonntag zeigten sich die Unverschämtheit und das ganze Ausmaß während einer einzigen Sportübertragung. Und vielen dämmert allmählich, dass es nie anders war.

Hooligans

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Die Rädelsführer der Hooligans im Stadion von Rapid kamen aus Griechenland.
Foto: CottonIJoe / flickr

Österreichs Bundesliga siecht dahin. International nicht konkurrenzfähig liefern sich die Beutevereine reicher Unternehmer mit Dorfklubs Fehlpassorgien im Zeitlupentempo, auf dass der weniger Schlechte gewinne. Treffen sie im Cup mit seinem K.O.-System auswärts auf einen Vertreter der zweiten Liga, die zwecks sinnloser Behübschung offiziell „Erste Liga“ heißt, haben sie oft das Nachsehen. Dass das Finale um den Meistertitel trotzdem mit Spannung aufwarten kann, liegt daran, dass vor der vorletzten Runde die ersten drei Mannschaften (Sturm Graz, Red Bull Salzburg, Austria Wien) innerhalb von zwei Punkten liegen.

Als Sonntagnachmittag im 297. Wiener Derby zwischen Rapid und Austria die Hütteldorfer Heimmannschaft mit 0:2 in Rückstand gerät, stürmen grün-weiße Hooligans wie angekündigt das Spielfeld. Wie tags darauf bekannt wird, sind die Rädelsführer eigens angereiste Griechen. Mittlerweile wieder in der Heimat, hatten sie in Wien nie etwas zu befürchten. In einer Gesellschaft, in der der Täter über dem Opfer steht und „der Ausländer“ pauschal über einen Status wie weiland in der Bibel das „Goldene Kalb“ verfügt, war klar, dass die in Plastik verpackten Polizisten nur ein bisschen Rasenschach spielen dürfen, bevor sie mit der Meldung, die Sicherheit nicht garantieren zu können, kurzerhand kapitulieren müssen.

Handspiel mit Absicht?

Als sich die ORF-Live-Berichterstattung über den Skandal endgültig erschöpft hat, schaltet man doch noch nach Wiener Neustadt, wo Tabellenführer Sturm Graz nach einer Führung in der Schlussphase sogar noch um das Unentschieden bangen muss. In der 87. Minute segelt der Ball im Wiener Neustädter Strafraum über Freund und Feind bis der österreichisch-bosnische Doppelstaatsbürger Edin Salkic in Volleyball-Manier mit der Hand nach dem Ball hechtet und Sturm damit noch einen unerwarteten Elfmeter beschert, den sein bester Freund, der Bosnier Samir Muratovic, zum Sieg verwandelt. Absicht wird wütend dementiert, bis tags darauf eine seltsame Übereinstimmung mit höheren Wetteinsätzen in Ostasien festgestellt wird.

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Plötzlich denkt man an den nahezu identen Fall eines Vienna-Spielers in Lustenau im April. Der „Pechvogel“ mit den auffälligen Wettquoten: Erdzan Beciri, Slowene mit kosovo-albanischem Namen. Und unweigerlich fällt einem auch der Bankangestellte Mag. (FH) Alain Hoxha ein. Dieser Österreicher mit französischem Vor- und albanischem Familiennamen sorgte als Linienrichter 2010 im 292. Wiener Derby für einen Elfmeterpfiff, der sogar die Rapid-Spieler verwunderte, die damit eine typische 0:0-Partie noch für sich entscheiden konnten. In allen Fällen gilt die Unschuldsvermutung. In jenem Österreichs leider eher die Dummheitsvermutung…

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