„Oberflächliche Deutschkenntnisse“: Die grünen Mimosen blühen

akkilicDer Islamwissenschaftler Univ.-Prof. Herbert Eisenstein ist einer, der in Theorie wie Praxis keinerlei Berührungsängste gegenüber fremden Kulturen hat, sonst könnte er seinen Beruf nicht ausüben. Seine differenzierte und auf enormem Fachwissen fußende Betrachtung des Islam stellte der FPÖ-Gemeinderat aus Wien-Simmering erst im Vorjahr in einem Interview mit dem Magazin Datum unter Beweis. Dennoch ist auch er der aktuellen rot-grünen Jagd auf Freiheitliche zum Opfer gefallen und muss sich nun als Rassist an den Medienpranger stellen lassen.

 

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FPÖ-Mandatar Herbert Eisenstein attestierte
Akkilic oberflächliche Deutschkenntnisse.
Foto: FPÖ

Ein Großteil der Online-Medien berichtet über eine „Verbalattacke“ auf einen Grün-Mandatar mit kurdischem Migrationshintergrund in der Gemeinderatssitzung vom 1. Juni, die ein anderer Grüner gleich als „rassistische Entgleisung“ wertete. Was war geschehen? Eisenstein hatte den heftig zwischenrufenden Grünen Senol Akkilic aufgefordert, sich doch selbst zu Wort zu melden: „Sie sind der deutschen Sprache oberflächlich mächtig, also tun Sie das bitte!“

So mancher Mandatar urwienerischer Provenienz – zum Beispiel aus der sozialistischen Kantinen-Fraktion – hätte sich geschmeichelt fühlen müssen, wenn ihm ein Universitätsprofessor wenigstens oberflächliche Deutschkenntnisse attestiert. Gegenüber einem Zugewanderten jedoch ist das eine rassistische Beleidigung, glaubt man den Grünen. Jeder Migrant kann sich im Schutz der bei solchen Gelegenheiten stets erwachsenden Empörung als die reinste Polit-Mimose gebärden – und wie Akkilic selbstverständlich den Rücktritt der Angreifers fordern, selbst nachdem der sich entschuldigt hat. Die Grünen verließen in der Folge sogar bei sämtlichen Reden Freiheitlicher geschlossen den Saal, was ihnen immerhin weitere Maßregelungen wegen schlechten Benehmens ersparte.

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Fast zeitgleich im Bundesrat wurden ganz andere Geschütze aufgefahren. Der ehemals grüne und jetzt SPÖ-Bundesrat Stefan Schennach warf den FPÖ-Mandataren Gerd Krusche und Monika Mühlwerth vor, „geistigen Müll“ zu verbreiten und „hassorientierte Reden“ zu halten, weil die sich gegen die Fortführung der Entwicklungshilfe in der aktuellen – wohl gescheiterten – Form ausgesprochen hatten. Die von den Freiheitlichen zitierten Experten wie Peter Scholl-Latour beleidigte er in einem Aufwaschen gleich mit. Ergebnis hier wie im Wiener Gemeinderat: Aufregung und ein Ordnungsruf. Die Freiheitlichen schluckten es hinunter, die Sitzung ging ihren gewohnten Gang weiter. Die Mimosen blühen eben besser im Grünen.

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Senol Akkilic fordert den Rücktritt des FPÖ-Gemeinderats.
Foto: Keinrath

Eine Fußnote ist die Geschichte zwischen Herbert Eisenstein und Senol Akkilic noch wert: Akkilic wird ausgerechnet im Standard als „kurdischstämmig“ bezeichnet. Das klärt zwar seine Volkszugehörigkeit, nicht aber seine Herkunft. Kam er aus der Türkei, aus dem Irak oder aus dem Iran in unser Land? Das wäre etwa so, als würde man einen Auslandsösterreicher in seiner neuen Heimat als „deutschstämmig“ bezeichnen und dabei offen lassen, ob er aus der BRD, aus Österreich oder vielleicht doch aus der Schweiz kommt. Dies wiederum würde im Standard unweigerlich zu erheblichem Gezeter wegen „Deutschtümelei“ führen.

Apropos: Noch am Montag hatte die Bürgermeisterpartei SPÖ im Gemeinderat eine Aktuelle Stunde verlangt, um über die „unsägliche Deutschtümelei“ (GR Harald Troch) der FPÖ herzuziehen, nachdem Häupl erst am Wochenende beim Parteitag volle Attacke auf HC Strache angekündigt hatte. Wer unter diesen Vorzeichen die künstliche Erregung über den Eisenstein-Sager nicht richtig einordnen kann, ist entweder blind oder Journalist bei Standard, Krone, Kleine Zeitung, NEWS und all jenen Gazetten und Portalen, die sich diese Geschichte als Skandal unterjubeln ließen.

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