Stadt Wien forciert Verhunzung der deutschen Sprache

VajtundbrajtKürzlich wurde im ORF-Multikultimagazin „Heimat fremde Heimat“ ein Projekt vorgestellt, das ungeachtet seiner geringen Bekanntheit ganz den Geist der „Integrations“politik Wiens widerspiegelt: Steht man am Abgrund, braucht es einen Schritt vorwärts…! Im gegenständlichen Fall wird dafür geworben, das Deutsche ins türkische und BKS-Schriftbild umzuwandeln.

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So stellen sich die Projektbetreiber "Verschriftlichung der Vermischtheit" vor.
Foto: Mani Hausler / Screenshot www.vajtundbrajt.com

Migranten würden sich schwer tun mit dem Lesen der deutschen Staatssprache. Deswegen solle man diese schriftbildlich ins Türkische oder in BKS (vormals Serbokroatisch) übertragen. Aus „fesch“ wird so „fes“ bzw. „feš“. Außerdem gehe es um die „Verschriftlichung der Vermischtheit“ – soll laut dazugehöriger Internetseite  konkret heißen: „Entrümpelung der deutschen Schreibweise/Rechtschreibung“, „Veränderung des Stadtbildes in Übereinstimmung mit der Bevölkerungsstruktur“, „Anerkennung der Vermischtheit im Alltag“. Zur Unterstreichung wird der Besucher der Einstiegsseite sogleich mit den Parolen „Her mit der richtigen Aussprache!“ und „Diktat der angewöhnten Überflüssigkeiten durchbrechen!“ begrüßt. In diesem „Sinne“ werden Leibchen beworben mit Aufschriften wie „integracionsvilig“, „ferštendnisfol“, viner sme“ oder „ales vurst“. Die T-Shirts wurden am 17. Mai 2011 sogar beim „Ve.Sch – Verein für Raum und Form in der bildenden Kunst“ im Rahmen einer „Performance“ präsentiert.

Die Internetseite dieses Vereins weist übrigens unter der Rubrik „Sponsoren“ eine interessante Trias auf: Unterrichtsministerium, Kulturamt der Stadt Wien, Schwechater Bier. „Vajt und brajt“ bietet sogar ein „Lezebuh“ im Internet an – Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ im türkischen und serbokroatischen Gewand (für letzteres siehe Screenshot unten).

Euphorischer Sprachlehrer als Kopf der Aktion

Der Hauptprotagonist dieser Aktion, die damit (bald tatsächlich?) die Misere in den migrantenreichen öffentlichen Schulen bekämpfen will, heißt Goran Novaković. Dessen Beruf ist – die Pointe könnte besser nicht sein – Sprachlehrer! Novaković ist auf dieser Stelle mit seinem „ojforiš“-Textil zu sehen, das zeigen soll, wie euphorisch er ist, und das es selbstverständlich auch in der türkischen Variante „ojforis“ gibt.

Würde ein Lehrer in einer Wiener Schule auf die ebenso dumme Idee kommen, den Kindern das Erlernen des Englischen zu „erleichtern“, indem man nicht „Good bye“, sondern „gud baj“ schreibt, würde ihn wohl nicht einmal seine Pragmatisierung retten können. Novaković ist aber nicht nur Sprachlehrer, sondern auch Bediensteter der Magistratsabteilung 17 (Integration und Diversität), wo er für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Auf der Internetseite der Stadt Wien findet man ihn unter „Professor Prof. Goran Novakovic“ (sic), was einen an „Prof. Ostbahn“ denken lässt. Die Erkenntnis – so, dass sie auch Nowakowitsch lesen kann: „Je gresa da Švahsin, desto gresa Untašticung fon Birgamajsta Hajpl“.

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