Pilz peinliche Plagiatsjagd findet ein böses Ende

Der Grüne Peter Pilz engagierte sich noch vor wenigen Monaten als selbsternannter Plagiatsjäger. Anlässlich des Guttenberg-Skandals suchte er – wie es in seiner Partei so üblich ist – nach Ansatzpunkten, um seine politischen Gegner möglichst effektiv aus dem Rennen zu werfen. Doch wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen: Die Gerechtigkeit holt Pilz nun ein. Der von ihm selbst engagierte Gutachter, der auf seinen Auftrag hin Johannes Hahns Dissertation untersucht hatte, entdeckte nun in Pilz' eigener Arbeit Ungereimtheiten.

Peter Pilz

Peter Pilz

Peter Pilz mag den von ihm engagierten Plagiatsjäger jetzt har nicht mehr.
Foto: Parlamentsdirektion / Mike Ranz

Pilz' dünne Dissertation wurde bereits vom unzensuriert.at-Team untersucht. Wir vermuteten jedoch nicht, dass in den wenigen Seiten auch noch Plagiate zu finden gewesen wären, so viel Dreistigkeit haben wir selbst Pilz nicht zugetraut. Fakt ist jedoch: Pilz schrieb von sich selbst ab. Er behauptete in der Arbeit, sie "fuße" auf seinem im Jahr zuvor veröffentlichten Werk – tatsächlich sind jedoch 182 Seiten identisch. Nachdem die Dissertation (ohne Vorwort und Taiken) nur 184 Seiten hat, ist das ein starkes Stück. Brisant: Ein Ko-Autor der früher veröffentlichten Studie wurde nicht erwähnt.

Pilz reagiert beleidigt und versucht, die Arbeit des früheren Partners schlecht zu reden: "Alles lächerlich. Wenn Weber sich zum Kasperl unter den Plagiatsjägern macht, ist das sein Problem." Erneut fällt ein Grüner den eigenen Methoden zum Opfer und schiebt die Schuld auf alle Beteiligten ab. Die Prüfung, die die Dissertation Hahns durchstehen musste, sei jedoch nach wie vor akzeptabel: Der Plagiatsjäger sei "ja ein guter Sammler." Hier wird einmal mehr deutlich, wie die grünen Politiker gleiche Situationen mit zweierlei Maß messen – je nachdem, wie es ihnen zum Vorteil gereicht.

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