Che-Guevara-Büste: SPÖ-Denkmal für einen Terroristen

BildDie linke Erinnerungskultur ist in ihren Interpretationen beliebig und verkauft das als Dialektik. Zu beobachten ist dies vor allem im linken Heldenkult. Ein Produkt davon wird von der Wiener SPÖ im Wiener Donaupark gepflegt: Die Che-Guevara-Büste. Zugleich ist dieser Heldenkult aber auch ein Beweis für den verklärten Umgang der SPÖ mit linker Gewalt, wie auch schon das Festhalten an der Stalin-Gedenktafel in Wien-Meidling zeigt.

 

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Denkmäler für linkte Terroristen gibt es nur im roten Wien.k
Foto: BambooBeast / Wikimedia

Ernsesto "Che" Guevara war zweifellos eine Kultfigur der Neuen Linken in den 60iger und 70iger Jahren des 20.Jahrhunderts. Hundertausendfach zierte sein Porträt Kleidungsstücke und seine Kopfbedeckung erlangte über den linken Gesinnungskreis hinaus einen modischen Kultstatus. Da in Wien und vor allem in der Wiener SPÖ meistens alles ein wenig langsamer geht, musste der linke Held bis zum Jahre 2008 warten, bis ihm ein Denkmal gesetzt wurde. Um keine ideologische Einsamkeit aufkommen zu lassen, wählte man wieder einmal den Donaupark in Wien Donaustadt aus, und platzierte in Sichtweite zum Denkmal von Salvadore Allende für Guevara eine Gedenk-Büste.

Festredner Häupl und Blecha lobten den „Menschen und Freiheitskämpfer“

Bei der Che-Guevara-Gedenkbüste im Wiener Donaupark handelt es sich immerhin um das einzige Denkmal dieser Art in einer europäischen Hauptstadt. Entsprechend bedeutungsschwer fielen dann auch die Lobeshymnen der Festredner SPÖ-Bürgermeister Häupl und SPÖ-Ex-Inneminister Karl Blecha aus. Che Guevara wurde als außergewöhnlicher Mensch und Freiheitskämpfer gefeiert. Dass die Person Guevara einen langen Schatten in Richtung Machthaber und Terrorist wirft, vermieden die ideologisch deklarierten Festredner aus dem Kreis der SPÖ bewusst.

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Guevara: Der kommunistische Machthaber

Che Guevara zählte zu den Mächtigen in seiner Wahlheimat Kuba. Dort war er nach der Machtübernahme durch Fidel Castro in den Jahren 1959 bis 1964 Industrieminister und Präsident der kubanischen Zentralbank. Er leitete den Plan einer vollständigen Verstaatlichung der kubanischen Wirtschaft ein. Durch dieses sozialistische Experiment provozierte er die Emigration von über 10 Prozent der kubanischen Bevölkerung und eine Kapitalflucht. Resultat war ein Rückgang von Produktivität und Wirtschaftsleistung, woran Kuba auch 60 Jahre nach der kommunistischen Machtübernahme noch leidet. Allein die Zuckerproduktion ging damals um ein Drittel und die Getreideproduktion um 50 Prozent zurück. Die Bevölkerung litt fortan Hunger und Not. Nur durch die Unterstützung der von Guevara verehrten Sowjetunion und anderer Ostblockstaaten konnte Kuba überleben.

Guevara: Der linksextreme Terrorist

Nach seinem auch von Castro erkannten Scheitern als Realpolitiker und Minister kehrte er Kuba 1964 den Rücken und wollte die kubanische Revolution in die übrigen Regionen Lateinamerikas und nach Afrika exportieren. Ziel war, durch terroristische Aktionen und den bewaffneten Guerilla-Kampf nach und nach in Afrika und Lateinamerika kommunistische Regime zu etablieren. Bereits 1964 reiste er in den Kongo, um die dort agierenden prokommunistischen Guerillas zu unterstützen und anzuleiten. Dies misslang allerdings. Ab 1965 ging er nach Bolivien, wo er seinen bewaffneten Kampf fortsetzte und 1967 unter bis heute nicht vollständig geklärten Umständen den Tod fand.

Idol Guevara: Von der RAF bis zur Wiener SPÖ

Nach seinem Tod wurde Guevara Idol des linken Terrorismus. Von der deutschen Roten Armee Fraktion über die Roten Brigaden in Italien bis zum internationalen Terroristen Carlos wurde er zum linken Säulenheiligen, dessen Gewalt und Terror man verehrt. Und in diesen Chor der Heldenverehrung stimmt seit 2008 auch die Wiener SPÖ mit der Büste im Donaupark ein.

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