Festplatten-Verbrennen im Hausofen laut Sailer nicht möglich

Die Befragung des Kriminalbeamten und Datenforensikers Uwe Sailer im U-Ausschuss wirft auch interessante "Nebenprodukte" ab. Nicht nur, dass der Grün-Abgeordnete Karl Öllinger jetzt unter dem Verdacht der Falschaussage steht, strafte IT-Experte Sailer auch die Ausführungen des früheren Kabinettschefs im Innenministerium, Philipp Ita, Lügen. Ita hatte behauptet, er habe die Festplatte mit den bei Peter Pilz aufgetauchten Strasser-Emails in seinem Hausofen verbrannt und so entsorgt.

Sailer, auch Spezialist für Festplatten und Rekonstruktion von Daten, erklärte auf Befragung durch FPÖ-Ausschussmitglied Werner Neubauer unmissverständlich, dass in einem üblichen Hausofen keine ausreichenden Temperaturen erreicht würden, um Eisen zum Schmelzen zu bringen. Die Festplatte könnte zwar leicht deformiert werden, eine Rekonstruktion der Daten sei danach jedoch ohne weiteres möglich.

Neubauer will bei der nächsten Einvernahme von Beamten des Büros für Interne Angelegenheiten (BIA) diese Erkenntnisse zur Sprache bringen. "Mir ist diese Erklärung des Philipp Ita schon lange seltsam vorgekommen. Sonderbarerweise wurde das vom BIA aber nie hinterfragt", so Neubauer, der nun wissen will, warum nicht.

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