Sarrazin muss für seinen Realismus bezahlen: Gericht und Parteiausschluss drohen

Dem deutschen Bundesbankvorstand und SPD-Mitglied Thilo Sarrazin (64) ist im Gegensatz zu manchen seiner Fraktionsgenossen eines nicht zu unterstellen, nämlich mangelnder Realitätssinn. In einem Interview mit dem Kulturmagazin „Lettre International“ sprach Sarrazin nämlich politisch-unkorrekt von den Missständen des Einwanderungslandes Deutschland und den manifestierten Parallelgesellschaften in seiner Heimatstadt Berlin.

Augenmerk seiner schroffen Ausführungen in der europäischen Kulturzeitung waren die unterschiedlichen Integrationsverhalten von Zuwanderern. Während Osteuropäer wie Ukrainer, Weißrussen, Polen und Russen integrationswillig sind, sich schnell anpassen und überdurchschnittliche akademische Erfolge haben, verfügen Türken und Araber auch in der dritten Generation kaum über vernünftige Deutschkenntnisse. Viele besitzen gar keinen Schulabschluss, und nur ein kleiner Teil schafft es bis zum Abitur.

Sarrazins Wunschvorstellung: kein Zuzug mehr – außer für Hochqualifizierte – und keine Transferleistungen für Einwanderer. Denn große Teile der Türken sind weder integrationswillig noch integrationsfähig. Damit entfachte der für seine pointierten Reden bekannte Vorstand eine heftige Debatte über das Thema Migration und Integration in Deutschland.

Prompt folgte natürlich der Aufstand der Gutmenschen: Die Gewerkschaft ver.di bezeichnete seine Äußerungen als „rechtsradikal“. Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdacht auf Volksverhetzung und in der SPD diskutiert man mittlerweile über seinen Parteiausschluss. Sein Aufgabengebiet im Bundesbankvorstand wurde mittlerweile zur Strafe erheblich zusammengestutzt. Doch sagte der einstige Berliner Finanzsenator nicht einfach nur das, was sich viele denken?

Im kulturellen Schmelztiegel Berlin-Neukölln stammen rund 300.000 Einwohner aus 160 unterschiedlichen Nationen. Jeder Dritte ist auf finanzielle Unterstützung vom Staat angewiesen. Bei den Jugendlichen mit Migrationshintergrund sind es sogar zwei Drittel. Vergleicht man entsprechende Zahlen und Statistiken, so bleibt kein Zweifel mehr am Wahrheitsgehalt seiner Äußerungen. Gerade die türkische Unterschicht hat große Probleme sich zu integrieren. Egal ob es das Erlernen der deutschen Sprache ist, oder die Assimilierung an die lokalen Gegebenheiten des jeweiligen Gastlandes.

Wer den Realitätssinn Sarrazins für üble Hetze hält, muss sich fragen, ob er Tatsachen verleugnet oder längst kapituliert hat.

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