Geeichte Beobachterin versteht freiheitliche Welt nicht mehr

Die Austria Presse Agentur (APA) ist als Österreichs führende Nachrichtenagentur der Objektivität verpflichtet. Genauso wie – seinem Statut entsprechend – auch der Österreichische Rundfunk (ORF). Wie unterschiedlich doch die Zugänge zur Objektivität sein können, zeigte die gestrige Berichterstattung über den Zusammenschluss der FPÖ mit den Kärntner Freiheitlichen, die bis dahin im BZÖ organisiert waren.

Die APA-Redakteure erkannten in der gestern präsentierten Einigung den wohl größten Coup in der Karriere von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache: "Viereinhalb Jahre nach der Abspaltung des BZÖ kehrt die mit Abstand stärkste Landesgruppe des Bündnisses, jene aus Kärnten, in den freiheitlichen Schoß zurück. Damit ist das BZÖ massiv geschwächt, das freiheitliche Lager fast geeint."

Während die Sache doch so einfach ist, gab die ebenfalls zur Objektivität verpflichtete ORF-Moderatorin Ingrid Thurnher schon in der Einmoderation des gestrigen "Runden Tisch" eine Kostprobe ihrer politischen Schlagseite, indem sie nebst weiteren Absonderlichkeiten kundtat: "Sogar für geeichte Beobachter der Innenpolitik ist es nicht immer ganz leicht, die Übersicht zu behalten. Wir versuchen s trotzdem." Die Worte lassen tief auf Intellekt und Auffassungsgabe dieser "geeichten Beobachterin" blicken. Dass sich Thurnher in ihrer vorgegaukelten Hilflosigkeit mit dieser Formulierung noch über die Fernseh-Zuschauer erheben will und behauptet, die würden noch viel weniger kapieren als sie selbst, ist schon ein starkes Stück – ganz abgesehen von der fehlenden Objektivität, die im Vergleich mit der APA noch deutlicher hervortritt.

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