Deutsche Südtiroler werden zu Minderheit im eigenen Land

Die deutsche Mehrheit in Südtirol wird in wenigen Jahren Geschichte sein. Dies nicht mehr in erster Linie auf Grund der staatlich geförderten Zuwanderungen aus Süditalien, sondern wegen der Ansiedelung außereuropäischer Zuwanderer und Asylanten.
 

Die Publikation 134 des Landesinstituts für Statistik der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol mit dem Titel "Gesamte und ausländische Wohnbevölkerung in Südtirol – ein Blick in die Zukunft bis 2020" zeigt die alarmierenden Entwicklungen auf. In der autochtonen Bevölkerung erreicht die sogenannte Fruchtbarkeitsquote  – in ganz Italien – bei Weitem nicht den für die Erhaltung der Einwohnerzahl minimal nötigen Wert von 2,1 (sondern knapp unter 1,6). Die einheimische Bevölkerung (Deutsche und Italiener!) schrumpft also in Zukunft stark, auch wenn es derzeit durch die erfreulicherweise erhöhte Lebenserwartung der Babyboom-Generation noch nicht so deutlich erscheint.

Hingegen ist der Austauschindex heute schon negativ, das heißt: Es stehen bereits mehr Personen kurz vor dem Pensionsalter (60 – 64 Jahre) als vor dem Berufseinstieg (15 – 19 Jahre) – und diese Tendenz nimmt stetig zu.  Dazu kommt noch die bekannte Tatsache der erhöhten Lebenserwartung, was zur verstärkten Steigerung des Abhängigkeitskoeffizienten  weiter beiträgt.

Diesem allgemeinen europäischen Trend widersteht nur eine Bevölkerungsgruppe: die Zuwanderer aus Ländern mit hoher Reproduktionsrate. Die zuziehenden Frauen behalten „das für ihr Herkunftsgebiet typische Reproduktionsverhalten“ bei. Von ca. 5.000 Personen 1990 wuchs die ausländische Wohnbevölkerung auf über 28.000 im Jahre 2006 und es wird ein weiterer Zuzug um je 3.000 Personen pro Jahr in den nächsten Zukunft erwartet.

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Um die gesamte Entwicklung realistisch prognostizieren zu können, sind weitere Faktoren zu berücksichtigen:

  1. „Die durchschnittliche Anzahl der Kinder je Frau (Gesamtfruchtbarkeitsziffer) ist bei den ausländischen Frauen wesentlich höher als bei jenen mit italienischer Staatsbürgerschaft, und zwar 3,42 gegenüber 1,58 Kinder je Frau (Ende 2006).“
  2. Ausländische Mütter erreichen ihre höchsten Fruchtbarkeitsziffern zwischen dem 20. und 24. Lebensjahr während italienische Mütter diese zwischen dem 29. und 35. Lebensjahr erreichen. Diese frühere Mutterschaft ergibt eine kürzere Generationenfolge, d.h. während Italienerinnen etwa 3 Generationen im Jahrhundert zeugen, liegt dieser Wert für die Ausländerinnen bei 5. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung wächst also noch weit schneller, als dies allein die Reproduktionsrate erwarten ließe.
  3. Die ausländischen Migranten ziehen zum überwiegenden Teil in die urbanen, industrialisierten Gebiete,  kaum in die ländlichen, in denen noch hauptsächlich Deutsch gesprochen wird. Sie kommen daher mit der italienischen Staatssprache allein aus und haben kein Interesse daran, auch noch Deutsch als eine weitere Sprache zu lernen. Ein Bezug zum deutschen Kulturraum kann von ihnen aber keinesfalls erwartet werden; sie werden sich – wenn überhaupt, dann – als Italiener integrieren.

Die Annahme wirkt plausibel, dass sich in etwa 10 Jahren  das Thema Selbstbestimmung für Südtirol von selbst erledigt haben wird, weil dann eine „Los von Rom-Bewegung“ keinerlei Chance auf eine Mehrheit in der Wohnbevölkerung Südtirols finden kann.

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