SPÖ hofiert Schwarzenegger, den alten Sozialistenhasser

Arnold SchwarzeneggerPolitische Beobachter mit Langzeitgedächtnis trauen ihren Augen nicht, wenn sie derzeit die Bilder von SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann und SPÖ-Bundespräsident Heinz Fischer mit dem republikanischen Ex-Gouverneur von Kalifornien und gebürtigen Steirer Arnold Schwarzenegger in den Medien sehen. Bemüht, etwas internationalen Glanz in die ansonsten weltpolitisch dauerhaft verwaisten Räumlichkeiten der Präsidentschaftskanzlei und des Bundeskanzleramtes zu bekommen, sind frühere Grundsätze scheinbar vergessen.

Arnold Schwarzenegger

Arnold Schwarzenegger

Einst vor dem Sozialismus aus Österreich geflohen, wird Arnold
Schwarzenegger heute von den SPÖ-Granden umschwärmt.
Foto: Nate Manos (Mirrocle World) / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)

Dabei ist es knappe sechs Jahre her, dass sich der linke Flügel der SPÖ vereint mit den Grünen und anderen Grüppchen am linken Rand des politischen Spektrums darüber mokierten, wie Schwarzenegger sein Amt als Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien ausübt. Als er 2005 das Gnadengesuch eines Doppelmörders, der zur Hinrichtung anstand, nach gründlicher Prüfung abgelehnt hatte, war die Empörung in Österreichs linkem Politspektrum wieder einmal groß. Von den Jusos bis zur KPÖ hatte man endlich ein Thema gefunden, um sich richtig zu empören.

Arnie sah keine Zukunft im sozialistischen Österreich

Und Arnold Schwarzenegger war dafür die geeignete Person. Der hatte seinerzeit als Begründung für seinen Weg nach Amerika angegeben, dass er dem „sozialistischen Land“ Österreich den Rücken gekehrt habe, da er in einem Staat, der Radio, Fernsehen, Telefon, das Transportwesen und einen Teil der Industrie politisch kontrolliere, keine Zukunft gesehen hatte. Die Linke, ansonsten selbst nicht zimperlich mit Nestbeschmutzung, sah sich und ihr Tun scheinbar entlarvt, und suchte nach dem geeigneten Gegenschlag. Schwarzenegger jedoch erstickte damals die Debatte, ob er des Ehrenringes der Stadt Graz würdig sei, im Keim, indem er ihn zurückschickte und auch dem Stadion der steirischen Hauptstadt seinen Namen entzog.

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Der linke Flügel der SPÖ wollte sogar in genossenschaftlicher Verbundenheit mit dem Alt-Trotzkisten und nunmehrigen Grün-Politiker Peter Pilz die Aberkennung der österreichischen Staatsbürgerschaft Schwarzeneggers durchsetzen. Aber wie nahezu alle jakobinischen Projekte von rot-grünen Linken ist auch dieser Ausritt im Sande verlaufen. Und deshalb können die aktuellen SPÖ-Granden Faymann und Fischer ganz ohne Menschenrechts- und Rechtsstaatsbedenken aktuell die Anwesenheit von Arnie genießen.

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